Gerüchte deuten darauf hin, dass einige Hersteller bei der FIA Beschwerden über ein Schlupfloch eingereicht haben, das Mercedes und Red Bull Powertrains in den Motorenregeln für 2026 gefunden haben könnten.
Die Antriebseinheiten werden im nächsten Reglementzyklus erneut in den Mittelpunkt rücken – ähnlich wie 2014 mit dem Beginn der Hybrid-Ära.
Zwar bleiben die neuen Power Units 1,6-Liter-Turbo-V6, doch sie werden im Vergleich zu den aktuellen Aggregaten erheblich verändert — beginnend mit dem Wegfall der MGU-H, die als zu komplex und kostspielig gilt, wobei eine Verdreifachung der elektrischen Leistung den Ausgleich schaffen soll.
Ein weiterer Schlüsselaspekt der neuen Motoren wird das Verdichtungsverhältnis sein — der Parameter, der beschreibt, wie stark das Luft-Kraftstoff-Gemisch im Zylinder vor der Zündung komprimiert wird —, das von derzeit 18:1 auf 16:1 sinken wird.
Haben Mercedes und Red Bull ein Schlupfloch in den 2026er Regeln gefunden?
Laut Motorsport-Magazin ist es genau dieser Aspekt, der bei
Ferrari,
Audi und Honda in Bezug auf den in Brackley ansässigen Hersteller und möglicherweise Red Bull Powertrains für Stirnrunzeln sorgt. Letztere sollen einen legalen Weg gefunden haben, das Verdichtungsverhältnis zu erhöhen — was bis zu 15 zusätzliche PS freischalten könnte, theoretisch rund drei Zehntel pro Runde wert.
Prüfungen zur Messung der Legalität des Verdichtungsverhältnisses werden — ähnlich wie im vergangenen Jahr bei flexiblen Flügeln — statisch bei Umgebungstemperatur durchgeführt — ein Szenario, das sich offensichtlich deutlich davon unterscheidet, wenn das Auto tatsächlich fährt.
„Das Reglement definiert eindeutig das maximale Verdichtungsverhältnis und die Methode zu dessen Messung, die auf statischen Bedingungen bei Umgebungstemperatur basiert. Dieses Verfahren wurde trotz der Reduzierung des zulässigen Verhältnisses für 2026 nicht geändert.“ teilte ein FIA-Sprecher The Race mit.
„Es stimmt, dass die Wärmeausdehnung die Abmessungen bei Betriebstemperatur beeinflussen kann, aber die aktuellen Regeln verlangen derzeit keine Messung unter heißen Bedingungen. Dennoch wurde das Thema in technischen Gremien mit den PUMs diskutiert und wird weiterhin diskutiert, da die neue Grenze naturgemäß Fragen der Auslegung und Compliance aufwirft."
„Die FIA überprüft solche Angelegenheiten kontinuierlich, um Fairness und Klarheit zu gewährleisten, und bei Bedarf können Anpassungen am Reglement oder an den Messverfahren für die Zukunft in Betracht gezogen werden.“
Sollte das Thema ohne eine alle zufriedenstellende Lösung ans Licht kommen, besteht ein reales Risiko, in Melbourne mit erheblichen Abständen zwischen den Topteams anzureisen — was potenziell Proteste derjenigen auslösen könnte, die sich benachteiligt fühlen.
Mercedes veröffentlicht Teaser zur 2026er Power Unit, während F1-Umbruch naht
Mercedes gilt weithin als Favorit für den kommenden Reglementzyklus, und solche Gerüchte — sollten sie sich bestätigen — würden nur die Stärke des von Toto Wolff geführten HPP-Projekts untermauern.
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