George Russell wurde vor der neuen Formel-1-Saison als Titelkandidat gehandelt – ein Etikett, das er nach eigenen Worten als Kompliment auffasst. „...ich nehme es wohl als Kompliment.“
- George Russell Im Gespräch mit GPblog am Medientag des Großen Preises von Australien nahm der Mercedes-Pilot das Etikett des wohlwollenden Titelkandidaten bereitwillig an und betonte, dass es nichts ändere, sondern einfach schmeichelhaft sei.
„Eigentlich nicht viel. Es ändert nichts. Ich denke, es wird viel über uns, Mercedes, geredet, und ich nehme es wohl als Kompliment,“ sagte Russell.
George Russell in Melbourne - Foto: Race Pictures
Der Brite betonte jedoch, dass die Geräusche und Prognosen keine Rolle spielen, sobald das Visier unten ist, da er dann voll auf das Fahren fokussiert ist.
„Sobald der Helm auf ist und das Visier unten, gibst du einfach Vollgas und denkst nicht wirklich über diesen zusätzlichen Lärm nach. Man nimmt es Rennen für Rennen und schaut, wie es läuft,“ fügte er hinzu.
Russell ändert seinen Ansatz nicht, obwohl er als Favorit gilt
Auf die Frage, ob die Favoritenrolle beeinflusst, wie er sein Rennen angeht, erklärte Russell, dass sich nichts ändere. Er konzentriere sich weiterhin auf die Arbeit mit dem Team und nehme die Saison Rennen für Rennen.
„Für mich ändert sich ehrlich gesagt gar nichts. Wir sitzen hier am Donnerstag und reden eine Stunde darüber, aber wenn ich weggehe, kehre ich zum Tagesgeschäft zurück und arbeite mit meinem Team. Und das, was hier besprochen oder in den Medien geschrieben wird, hilft mir nicht, schneller oder langsamer zu fahren,“ ergänzte Russell.
George Russell im Mercedes W17 - Foto: Race Pictures
„Ich glaube, das ist der Umgang, den ich mit Medien immer hatte, ob gut oder schlecht. Man darf dem nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, denn es beeinflusst das eigene Wohlbefinden oder die Leistung nie positiv. Ich denke, das ist mir in der Vergangenheit gut gelungen, und ich verfolge weiterhin denselben Ansatz. Wie gesagt, ich nehme es Rennen für Rennen, denke überhaupt nicht an das große Ganze und weiß, dass es, egal wie dieses Wochenende läuft, eine Saison mit 24 Rennen ist. Sie ist für alle sehr, sehr fordernd, und zwischen jetzt und Abu Dhabi kann sich viel ändern,“ schloss er.
Russell startet in die Saison 2026 als
Favorit der Buchmacher auf den Fahrertitel. Der 28-Jährige im Silberpfeil gilt auch unter seinen Fahrerkollegen weithin als Titelanwärter, wobei Williams-F1-Pilot Carlos Sainz Russell neben Verstappen als seinen Favoriten nannte.
Sainz nennt Russell und Verstappen als Titelfavoriten
Sainz entschied sich in seinem jüngsten Auftritt im Podcast Beyond the Grid für
Russell und Verstappen als Favoriten. Auf die Nachfrage nach der Begründung für seine Wahl, wollte der Spanier, der zuvor Teamkollege von Verstappen war, nicht weiter ins Detail gehen.