Schauen wir uns an, wie viele Stunden jedes Team in der nächsten Saison im Windkanal für die Entwicklung ihrer Autos aufwenden darf.
Seit 2019 hat die
FIA Windkanalbeschränkungen eingeführt, um zu verhindern, dass finanzstarke Teams übermäßig viel in die Aerodynamik investieren und sich so einen unfairen Vorteil verschaffen. Ziel ist es, die Zeit für Aero-Tests zu begrenzen, effizientere Entwicklung zu fördern und den Abstand zwischen Top- und kleineren Teams zu verringern.
Konkret gilt: Teams, die im vorherigen Jahr in der Konstrukteurs-WM weiter vorne gelandet sind, erhalten weniger Windkanalstunden, während niedriger platzierte Teams mehr zugesprochen bekommen.
In diesem Zusammenhang könnte beispielsweise Ferraris schwache Saison, die mit Platz vier in der Konstrukteurswertung endete, dem italienischen Team einen Vorteil gegenüber
McLaren, Red Bull und Mercedes verschaffen, da es mehr Zeit im Windkanal verbringen darf.
Windkanal-Zuteilung 2026
| Team | Position in der Konstrukteurswertung | Windkanal-Zuteilung |
| McLaren | 1. | 70% |
| Mercedes | 2. | 75% |
| Red Bull | 3. | 80% |
| Ferrari | 4. | 85% |
| Williams | 5. | 90% |
| Racing Bulls | 6. | 95% |
| Aston Martin | 7. | 100% |
| Haas | 8. | 105% |
| Alpine | 10. | 115% |
| Audi | Neues Team | 115% |
| Cadillac | Neues Team | 115% |
Nachdem McLaren den Konstrukteurstitel schon mehrere Rennen vor Schluss gesichert hat, werden die Briten im nächsten Jahr nur Zugriff auf 70% der verfügbaren Windkanalstunden haben, während alle anderen Teams pro Platz weiter hinten jeweils 5% mehr erhalten.
Am meisten profitieren von dieser Regel Alpine sowie die beiden Neueinsteiger
Audi und Cadillac. Alpine, in diesem Jahr Letzter, darf volle 115% der Windkanalstunden nutzen.
Die beiden Neulinge, Audi (das das ausscheidende Sauber-Team übernimmt) und Cadillac, erhalten exakt die gleiche Anzahl an Stunden.
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