Leonardo Fornaroli entdecken — frisch nach seinem Formel-1-Triumph und neu ernannt als McLarens Ersatzfahrer.
Der junge Italiener schaffte etwas Bemerkenswertes: Er holte sich auf Anhieb back-to-back Titel in der Formel 3 und der Formel 2 — ein Kunststück, das zuvor nur
Oscar Piastri und Gabriel Bortoleto gelungen war, die beide heute als zwei der stärksten Fahrer im aktuellen Feld gelten.
Fornaroli hat jedoch, wie viele frisch gekrönte F2-Champions, für die nächste Saison kein Formel-1-Cockpit ergattern können — eine Situation, die dadurch erschwert wird, dass er an keine Juniorenakademie eines Teams gebunden ist.
Dennoch
bietet ihm 2026 weiterhin eine erstklassige Chance, bei dem derzeit stärksten Team im Feld unschätzbare Erfahrung zu sammeln, einer Mannschaft, die gerade zwei Konstrukteurs-Titel in Folge geholt hat und mit beiden Fahrern fest im Kampf um die Fahrerkrone steckt.
Leonardo Fornaroli hatte sich bereits in Katar zum F2-Meister gekrönt - Foto: RacePictures
Wer ist Leonardo Fornaroli?
Nach Kimi Antonelli — der Italien nach vierjähriger Abstinenz dieses Jahr in die Formel 1 zurückgebracht hat — könnte Fornaroli durchaus die nächste aufstrebende Sensation des Landes werden, zumal er bereits gezeigt hat, dass er an den großen Tisch gehört.
Geboren in der Emilia-Romagna am 3. Dezember 2004, begann Fornaroli seine Karriere im Kartsport im Alter von etwa zehn Jahren und gewann 2016 die Mini-Academy-Klasse der Championkart-Meisterschaft. Von dort arbeitete er sich kontinuierlich nach oben und beendete sein letztes Kartjahr als Vizemeister der WSK Euro Series 2019 — womit er sich effektiv als eines der größten Nachwuchstalente der Kategorie auszeichnete.
Fornarolis Debüt im Formelsport erfolgte 2020, als er für Iron Lynx in der italienischen Formel 4 unterschrieb. Seine Rookie-Saison endete mit einem respektablen neunten Gesamtrang, zwei Podestplätzen, aber ohne Siege oder Polepositions. Spät im Jahr bestritt er zudem drei Runden der ADAC Formel 4, blieb dort jedoch punktlos.
2021, weiterhin mit Iron Lynx und weiterhin in der italienischen F4, machte er einen klaren Schritt nach vorn: Fünfter in der Gesamtwertung, diesmal mit einem Sieg, zwei Polepositions und sieben Podien.
Seine Saison 2022 war auf zwei Programme aufgeteilt: die Formula Regional Asian Championship mit Hitech — neun Rennen, Abschluss als 17. — und die Formula Regional European Championship, in der er Gesamtachter wurde.
Der erste Titel im Formelsport
Auch 2023 war auf dem Papier kein herausragendes Jahr. Fornaroli gab mit Trident sein Debüt in der Formel 3 und wurde trotz einer Pole und drei Podestplätzen nur 18.
Der wirkliche Wendepunkt kam in der folgenden Saison. Obwohl er kein einziges Rennen gewann, holte der Italiener endlich den ersten Titel seiner Karriere — er entriss die Meisterschaft mit einem entscheidenden Überholmanöver in der letzten Kurve der letzten Runde, das ihm die Krone sicherte und seinen Landsmann Gabriele Minì knapp hinter sich ließ.
Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Beim Aufstieg in die Formel 2 mit Invicta lieferte Fornaroli die stärkste Saison seiner Laufbahn ab und machte den Titel mit beeindruckenden vier Siegen, zwei Poles und neun Podestplätzen klar.
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