Mercedes zollte dem verstorbenen Hans Herrmann, einem historischen Silberpfeil-Piloten aus den 1950er-Jahren, Tribut.
Mercedes’ X-Account würdigte den deutschen Fahrer, der gestern im Alter von 97 Jahren verstorben ist:
„Wir sind zutiefst betrübt über das Ableben der Legende Hans Herrmann.“ „Hans fuhr 1954 und 1955 in der Formel 1 für Mercedes und blickt auf eine glanzvolle und vielseitige Motorsportkarriere mit Siegen in Le Mans und bei der Targa Florio zurück. Für immer eine Ikone der Silberpfeile. Ruhe in Frieden, Hans.“
Wer war Hans Herrmann?
Hans Herrmann, geboren am 23. Februar 1928 in Stuttgart, startete zwischen 1953 und 1961 in der Formel 1 und trat für Teams wie Mercedes, Maserati und BRM an.
Obwohl er nie auf der höchsten Stufe eines Grand-Prix-Podiums stand, wurde er dafür bekannt, wiederholt unverletzt aus schweren Unfällen zu entkommen — eine Eigenschaft, die ihm den Spitznamen „Hans im Glück“ einbrachte.
Seine konkurrenzfähigste Saison in der Formel 1 erlebte er 1954, seinem ersten Jahr bei Mercedes, als er die Fahrerwertung auf Rang sieben abschloss. Die folgende Saison erwies sich als deutlich schwieriger; sie endete auf Platz 22 und brachte seine Zeit bei den Silberpfeilen zum Abschluss.
Herrmanns wahres Vermächtnis wurde im Langstreckensport geschmiedet. Parallel zu seinen Formel-1-Verpflichtungen nahm er ab 1953 ohne Unterbrechung jedes Jahr an den 24 Stunden von Le Mans teil, bevor er sich später ganz auf den Sportwagensport konzentrierte.
Nach seinem Abschied aus der Formel 1 wurde er Porsche-Werksfahrer und erreichte 1970 den Höhepunkt seiner Karriere, als er zusammen mit Richard Attwood im legendären Porsche 917K den Gesamtsieg in Le Mans errang — ein historischer Erfolg, der Porsches ersten Gesamtsieg bei diesem Rennen markierte.
Kurz nach diesem Meilenstein zog er sich zurück, blieb jedoch eine hoch angesehene Persönlichkeit im Motorsport.
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