Charles Leclerc versuchte, Ferraris aktuellen Platz in der Hackordnung einzuordnen, indem er am Ende der Testfahrten in Bahrain die Konkurrenz analysierte. „Von meinem jetzigen Standpunkt aus ist es Red Bull, die uns vorgeben, und dann kommen wir, aber der Abstand scheint im Moment nicht allzu groß zu sein.“
- Charles LeclercLeclerc zufrieden mit Ferraris Testleistung in Bahrain
Der Monegasse, der unter anderem mit GPblog sprach, findet, dass derzeit alle mit dem heißen Kartoffelspiel beschäftigt sind – jedes Team versucht, die Favoritenrolle den Rivalen zuzuschieben: „Ich denke, jeder versucht, den Ball zu den anderen rüberzuspielen, das ist zu diesem Zeitpunkt der Saison normal. Es ist so schwierig zu verstehen. Mit der vorherigen Fahrzeuggeneration war es schon schwierig. Aber jetzt mit dem Hybrid und insbesondere dem deutlich stärkeren Elektromotor gibt es so viele kleine Stellschrauben, an denen man drehen kann.”
„Man kann das wahre Potenzial des Autos jetzt auf sehr, sehr viele Arten verbergen. Daher ist es für uns extrem schwierig, genau zu verstehen, wo wir stehen. Was mich glücklich macht, ist, dass wir unser Programm planmäßig durchziehen, wir bisher keine Zuverlässigkeitsprobleme hatten – das ist ein guter Start. Alles deckt sich mit unseren Erwartungen, also ist das eine gute Basis, auf der wir aufbauen und uns verbessern können.“
Leclerc verwies auf Mercedes und Red Bull als besonders konkurrenzfähig und setzte beide vorerst vor den SF-26, während er McLaren in dieser Phase als eher unbekannte Größe beschrieb.
„Ich denke, Red Bull hat seit Beginn des Tests, besonders hier, sehr beeindruckende Dinge in Bezug auf die Power Unit gezeigt. Mercedes zeigt manchmal ebenfalls sehr beeindruckende Dinge, aber ich würde sagen, sie verbergen noch deutlich mehr."
„Ich erwarte daher, dass sie vor allem ein Stück vor uns liegen, und McLaren ist etwas schwerer einzuschätzen. Aber aus meiner Sicht ist es derzeit Red Bull, die uns vorgeben, und dann kommen wir – doch der Abstand scheint im Moment nicht allzu groß zu sein.“
Leclerc mischt sich in die Debatte nach Verstappens scharfer Kritik an den neuen F1-Regeln ein
Der
Ferrari-Pilot ging außerdem auf Max Verstappens deutliche Kritik an den neuen Regelwerken ein.
Im Gespräch mit GPblog und anderen Medien räumte der Monegasse ein, dass die jüngste Fahrzeuggeneration nicht besonders spaßig zu fahren sei. Er argumentierte jedoch, dass die eigentliche Herausforderung für die Fahrer darin liege, sich anzupassen und ihr volles Potenzial freizusetzen.