Drei große Hersteller finden Lösung für gefürchtetes '26er Motorproblem

10:05, 22 Dez 2025
Aktualisiert: 19:23, 22 Dez 2025
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Mercedes und andere sollen eine clevere Lösung gefunden haben, um ein Phänomen zu vermeiden, das vor der nächsten Saison weit verbreitet gefürchtet wird.
Da die MGU-H gestrichen wurde — sie gilt als zu kostspielig und übermäßig komplex — werden die nächstjährigen Antriebseinheiten, die in etwas mehr als einem Monat debütieren, stark auf die MGU-K angewiesen sein, deren Leistung auf erstaunliche 350 kW verdreifacht wird.
Der Verzicht auf die MGU-H hat jedoch neue Bedenken unter Ingenieuren geweckt. Es geht nicht nur um die mögliche Rückkehr des Turbolochs — ein heiß diskutiertes Thema während der Turbo-Ära der 1980er Jahre —, sondern vor allem um die Gefahr des Clippings: den plötzlichen Verlust an Endgeschwindigkeit auf der Geraden, wenn die beim Bremsen zurückgewonnene elektrische Energie nicht mehr ausreicht, um über eine ganze Runde volle Leistung aufrechtzuerhalten. Das Risiko ist besonders hoch auf leistungssensiblen Strecken mit langem Vollgasanteil wie Monza.
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Die Millionenfrage ist also, wie sich das verhindern lässt — ein Phänomen, das sogar Sicherheitsbedenken aufwerfen könnte, wenn ein Auto am Ende einer Geraden deutlich langsamer ist als ein anderes dicht dahinter.
Foto: Race Pictures
Foto: Race Pictures
Wie Motorsport.it berichtet, sollen Ingenieure von Mercedes, Red Bull Powertrains und Audi eine innovative Umgehungslösung identifiziert haben.
Die Idee dreht sich um fortschrittliche Motorabstimmungsstrategien, die es ermöglichen, einen Teil der Energie des Kraftstoffs in elektrische Leistung umzuwandeln. In Phasen, in denen der Fahrer durch Kurven fährt oder nur Teillast anliegt, könnte ein Teil der Leistung des V6 zur MGU-K umgeleitet werden, um die Batterie aufzuladen.
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Das Ziel ist zweifach: die Effekte des Turbolochs zu glätten und vor allem das Risiko von Clipping zu verringern, indem über die Runde hinweg eine konstantere Versorgung mit elektrischer Energie sichergestellt wird.
Das würde darauf hindeuten, dass uns in der nächsten Saison zwei unterschiedliche Philosophien erwarten: Einige Autos fahren mit höheren Kraftstoffmengen, um diesen Ansatz zu nutzen und sich gegen das oben beschriebene Phänomen abzusichern, während andere das Risiko in Kauf nehmen und insgesamt leichter unterwegs sein könnten.

Mercedes und Red Bull im Fokus

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Mercedes und Red Bull Powertrains stehen zudem im Fokus der FIA wegen eines angeblichen Tricks im Zusammenhang mit den Verdichtungsverhältnis-Regeln.
Die Theorie beruht darauf, die thermische Ausdehnung bestimmter interner Komponenten der Antriebseinheit auszunutzen — eine Lösung, die dem Motor zusätzliche Leistung verschaffen könnte — es ist von rund 15 PS die Rede —, während er bei statischen FIA-Tests dennoch vollständig regelkonform bleibt.
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