Mercedes’ Bradley Lord analysierte George Russells Mexiko-GP – ein Rennen, das nach mehreren Ausflügen neben die Strecke für reichlich Diskussionen sorgte.
„Er fühlte sich zu Recht benachteiligt, denn das hat letztlich den Verlauf seines Rennens bestimmt.“
- Bradley LordDer Brite überquerte die Ziellinie als Siebter, nachdem er
im Chaos um Max Verstappen und Lewis Hamilton in Kurve 4 ein paar Plätze verloren hatte und später nach einem hitzigen Funkwechsel mit seinem Renningenieur seinem Teamkollegen eine Position zurückgab.
„Die Anfangsrunden liefen nicht zu unseren Gunsten“, sagte Lord beim üblichen Debriefing nach dem Mexiko-GP-Wochenende. „George war einer der wenigen Fahrer in den Top 5, die zwischen den weißen Linien blieben, und verlor dadurch, wurde dann in Runde sechs eiskalt abserviert und büßte zwei weitere Positionen ein.“
„Er fühlte sich zu Recht über das Ergebnis verärgert, denn das hat letztlich den Ausgang seines Rennens geprägt. Kimi profitierte, wo George zurückstecken musste, und managte seine Reifen auf eine geplante Einstopp-Strategie hinter Bearman, als George und Piastri in den DRS-Bereich aufschlossen.“
Der Brite forderte das Team wiederholt zu einem Platztausch auf, was zunächst abgelehnt, schließlich jedoch gewährt wurde.
Russell kam allerdings nicht an einen stark aufgelegten Oliver Bearman vorbei, der nicht nur seine Angriffe abwehrte, sondern auch jene von Oscar Piastri, der als Fünfter knapp vor den beiden Mercedes-Piloten ins Ziel kam.
Lord ergänzte schließlich: „Nach mehreren Runden entschieden wir uns, die Autos zu tauschen, um George die Chance zu geben, den Haas anzugreifen, da er das Gefühl hatte, Pace in der Hinterhand zu haben. Doch er konnte keinen Boden gutmachen, weil die Reifen nach den Runden in der schmutzigen Luft über ihren Zenit waren.“
Bearman erhält Kudos von Mercedes, nachdem er sie in Mexiko hinter sich ließ
Die Leistung des Haas-Piloten blieb natürlich
auch Mercedes’ Teamvertreter nicht verborgen, der jede Gelegenheit nutzte, die beeindruckende Defensivleistung des jungen Engländers hervorzuheben – eine Vorstellung, die ihn lange Zeit davon träumen ließ, dem US-Team ein erstes Podium zu bescheren.
Diesen Traum musste Bearman jedoch zugunsten von Max Verstappen ziehen lassen, der in der Schlussphase gefährlich zu Charles Leclerc aufschloss, dessen Kampf um Platz zwei jedoch
durch eine VSC-Phase nach dem späten Ausfall von Carlos Sainz neutralisiert wurde.GPblogs aktuelles F1-Paddock-Update
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