Der CEO von Formel 1, Stefano Domenicali, hat die Möglichkeit kürzerer Rennen in der Zukunft ins Spiel gebracht, mit dem Ziel, besser auf die jüngere Generation von Fans einzugehen, die der Sport in den letzten Jahren angezogen hat. Auf der Welle der Popularität, die der Netflix-Serie Drive to Survive folgte, setzt die Formel 1 weiterhin rekordbrechende Zahlen sowohl auf der Rennstrecke als auch in den sozialen Medien, immer attraktiver für jüngere Generationen, während sie ihren Kernfan-Stamm beibehält.
Selbst in den sozialen Medien ist das Interesse an der Premierklasse offensichtlich sehr hoch. Um ein Beispiel zu geben: Das neueste Highlight-Video vom letzten Sonntagsrennen Dutch GP erzielte 6 Millionen Aufrufe und setzte damit den Trend fort, der von früheren Rennen auf der Plattform gesetzt wurde.
Genau auf diese Schlüsselmomente hat
Formel 1 CEO Stefano Domenicali unter anderem während einer Mediensitzung mit der italienischen Presse am Vorabend des Monza GP konzentriert.
F1 CEO Stefano Domenicali
Sind F1 Rennen zu lang?
Der ehemalige italienische Teamchef sprach auch die aktuelle Länge der Grand Prix Rennen an, die seiner Meinung nach für jüngere Zuschauer zu lang sind, und verwies dabei auf die starken Zuschauerzahlen, die durch Highlight-Clips generiert werden.
"Da ist die Frage der Rennlänge: wir glauben, dass sie für jüngere Zuschauer ein bisschen zu lang ist,'' sagte er. ''Wir sehen auf vielen unserer Kanäle, dass Highlight-Ausschnitte sehr beliebt sind - vielleicht ist das für diejenigen von uns, die mit dem vollen Format aufgewachsen sind, in Ordnung, aber ein großer Teil des Publikums möchte nur die Schlüsselmomente sehen.''
Laut Domenicali ist die Tatsache, dass die Formel 1 beeindruckende Zahlen vorweist, kein Grund, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen; vielmehr ist es ein Anlass, neue Schritte für die Zukunft zu planen.
''Die Dinge laufen heute sehr gut, aber genau deshalb sollten wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen; wir müssen über den nächsten Schritt nach vorne nachdenken."
Aktuelle Grand Prix dauern ungefähr eineinhalb Stunden, ohne Verzögerungen durch extremes Wetter, Unfälle oder häufige Safety-Cars. Seit Jahren hat die Formel 1 auch Sprintrennen eingeführt, die etwa ein Drittel eines vollen Grand Prix dauern.