Einige Aussagen von Frédéric Vasseur klingen im Zuge der Kontroverse um die Regellücke bei den Antriebseinheiten 2026 fast prophetisch.
„Dasselbe gilt für den Motor. Wenn man eine Idee hat, muss man sicherstellen, dass sie regelkonform ist.“
- Frédéric VasseurIn einem kürzlich geführten Interview mit L’Équipe, das kurz vor dem Bekanntwerden der Kontroverse um die Antriebseinheiten von Mercedes und Red Bull geführt wurde —
denn angeblich können die beiden Hersteller das neu eingeführte Verdichtungsverhältnis von 16:1 durch einen technischen Kniff umgehen — sagte der Franzose: „
Stellen Sie sich vor, Sie kommen auf eine großartige Idee für Ihren Frontflügel. Sie haben die rosarote Brille auf und sagen sich: ‚Das geht durch.‘“
,,Sie bauen Ihr Auto um diesen Flügel und diese Idee herum. Dann kommen im Dezember die FIA-Leute und sagen Ihnen: ‚Nein, das ist verboten! Sie haben Artikel 56.B, Absatz 3 vergessen.‘ Ihr Auto ist Schrott.“
Schließlich folgte die Bemerkung, die darauf hindeutete, dass Vasseur bereits über die oben beschriebene Situation im Bilde war: „Dasselbe gilt für den Motor. Wenn man eine Idee hat, muss man sicherstellen, dass sie regelkonform ist.“
Warum Mercedes und Red Bull von einer von der FIA geschaffenen Grauzone profitiert haben könnten
Ironischerweise könnte die FIA selbst Architektin jener Grauzone gewesen sein, die in den letzten Tagen so viel Diskussionsstoff geliefert hat, indem sie Artikel 5.4.6 von einer kurzen, glasklaren Regel in eine wesentlich detailliertere und komplexere Klausel verwandelt hat.
Dadurch wird in der Vorschrift nun ausdrücklich festgelegt, dass Kontrollen des Verdichtungsverhältnisses bei Umgebungstemperatur durchgeführt werden, was die Tür für Interpretationen öffnet, wo zuvor keine existierte, denn die alte Formulierung legte die Grenze unabhängig davon an, ob der Motor in heißem oder kaltem Zustand lief.
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