Juan Pablo Montoya ist überzeugt, dass der jüngste Leistungsunterschied zwischen den beiden McLaren-Piloten auf einen ganz konkreten Faktor zurückzuführen ist. „Jede Seite bei McLaren ist darauf fokussiert, den eigenen Fahrer zum Sieg zu bringen. McLaren bevorzugt nicht absichtlich einen Fahrer.“
- Juan Pablo MontoyaIm MontoyAS-Podcast erklärte der ehemalige kolumbianische Fahrer, dass der jüngste Abstand zwischen Norris und Piastri ausschließlich auf unterschiedliche Set-up-Entscheidungen zurückzuführen sei.
„Wo sabotieren sie denn?“, fragte er ironisch. „Der größte Unterschied ist, dass Norris ein viel loseres Balance-Setup fährt als Piastri, weshalb er schneller ist. Ich denke, es liegt an McLaren; sie mussten Änderungen vornehmen und im Qualifying-Setup aggressiver sein. Sie haben genug Rennpace, aber wenn sie keine gute Startposition holen, hilft ihnen das gar nicht.“
Er fügte hinzu: „Wenn man sich die Telemetrie in der Kurvenmitte anschaut, dann sieht man: Wenn Oscar einlenkt, rotiert das Auto nicht so stark wie bei Lando, und das macht den Unterschied. Ein Auto dreht schneller ein als das andere. Das sind zwei verschiedene Balance-Abstimmungen. Das heißt nicht, dass einer dem anderen hilft — McLaren bevorzugt nicht absichtlich einen Fahrer.“
Oscar Piastri - Foto: Race Pictures
Abschließend, so Montoya, ist McLarens Ziel, beiden Fahrern die bestmöglichen Werkzeuge zum Siegen zu geben, statt einen zu bevorzugen.
„Jede Seite bei McLaren ist darauf konzentriert, den eigenen Fahrer gewinnen zu lassen. Es ist nicht so, dass McLaren gesagt hat: ‚Wir machen Lando schnell und bremsen Oscar aus.‘ Sie nehmen Änderungen vor, und beide Fahrer probieren sie aus. Die Idee ist: Wir passen das Auto an, um es schneller zu machen. Der eine kann damit umgehen, der andere tut sich schwer.“
Der Titelkampf zieht weiter nach Brasilien
Am vergangenen Wochenende in Mexiko gab es Bewegung an der Spitze der Fahrerwertung: Lando Norris übernahm die Führung im Championat. Sein dominanter Sieg — 30 Sekunden vor Leclerc und Verstappen — bringt ihn einen Punkt vor seinen Teamkollegen.
Der Australier hingegen erlebte ein schwieriges Wochenende, qualifizierte sich deutlich hinter dem Tempo seines Teamkollegen und wurde im Rennen nur Fünfter — nun in der Rolle des Jägers.
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