Es war ein großes Rätsel: Irgendwann während der Saison muss Mercedes ein 'Update' eingeführt haben, das das Auto schwerer zu steuern machte. Aber wo und was genau? In Ungarn scheint das deutsche Team die Antworten auf die Fragen gefunden zu haben.
George Russell beendete den Großen Preis von Ungarn auf dem dritten Platz, hinter den dominanten McLarens. Dies scheint zu zeigen, dass Mercedes es geschafft hat, das Problem der letzten Wochen - nämlich die Hinterachsaufhängung - zu lokalisieren. Auf eine Frage von GPblog, sagte Wolff: "Ich denke, dass wir versucht haben, ein Problem mit einem Imola-Upgrade, mit einem mechanischen Upgrade zu lösen."
'Mercedes wurde durch den Sieg in Kanada in die falsche Richtung geführt'
"Das hat vielleicht kein Problem gelöst, aber es hat etwas bewirkt. Es hat etwas anderes ins Auto schleichen lassen. Das war eine Instabilität, die im Grunde genommen das gesamte Vertrauen der Fahrer nahm. Und es hat uns ein paar Rennen gekostet, um das herauszufinden."
"Offensichtlich wurden wir auch ein wenig durch den Sieg in Montreal in die Irre geführt, man denkt vielleicht, dass das kein so großes Problem ist. Wir kamen zu dem Schluss, dass es weg muss, es ging weg und das Auto ist wieder in einer soliden Form."
Toto Wolff wirft die Aufhängung in den Müll
Demnach wurde in der Entwicklung des Autos die falsche Richtung eingeschlagen, wobei natürlich gehofft wurde, dass das Auto eigentlich besser und schneller werden würde.
"Sie haben recht, denn Upgrades sind da, um die Leistung zu steigern und es steckt viel Simulation und Analyse darin, Teile ins Auto zu setzen und dann sind sie einfach völlig falsch."
"Und dann müssen Sie zurück in die analoge Welt und es ins Auto einbauen und sehen, was es tut. Es tut nicht, was es tun sollte. Und das ist der knifflige Teil, schätze ich, für jeden in der Formel 1. Wie bringen Sie die Übereinstimmung zwischen dem, was die digitale Welt Ihnen sagt, in die reale Welt. Und das ist ein Merkmal. Und dies ist das letzte Beispiel dafür, wie es uns zum Stolpern gebracht hat."
Um klar zu sein: Diese Aufhängung wird nicht zurückkehren: "Sie wird irgendwo in einem Mülleimer enden," schloss Wolff, lachend.