Massas Crashgate-Fall von Singapur 2008 erreicht möglichen Wendepunkt

12:39, 29 Okt 2025
Aktualisiert: 12:47, 29 Okt 2025
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Der von Felipe Massa und seinem Rechtsteam geführte Fall rund um den „Crashgate“-Skandal von Singapur 2008 tritt diese Woche in London in eine entscheidende Phase ein.
Der ehemalige brasilianische Fahrer sucht weiterhin Gerechtigkeit — nicht, um das Ergebnis der Weltmeisterschaft 2008 aufzuheben, die er unter anderem wegen des Resultats des damaligen Großen Preises von Singapur, dem ersten Nachtrennen der F1, an Lewis Hamilton verlor —, sondern um 82 Millionen US-Dollar Schadensersatz von der FIA, der FOM und dem ehemaligen F1-Chef Bernie Ecclestone zu fordern, nachdem letzterer 2023 einem Interview mit F1-Insider zustimmte.
In eben diesem Interview gab der britische Geschäftsmann zu, dass das Rennen in Marina Bay nach dem Skandal, der später Renault und Flavio Briatore erfasste, annulliert hätte werden müssen, nachdem Nelson Piquet Jr. schockierend offenlegte, dass er den Auftrag erhalten hatte, absichtlich zu crashen, um ein Safety Car auszulösen und seinem damaligen Teamkollegen Fernando Alonso zu helfen — der das Rennen schließlich gewann.
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Laut Ecclestone gab es damals genügend Beweise, um die Angelegenheit ans Licht zu bringen, doch es wurde nichts unternommen, um das Image der Formel 1 zu schützen.
Felipe Massa - Foto: Race Pictures
Felipe Massa - Foto: Race Pictures
Fünfzehn Jahre später eröffnete Ecclestones Einräumung Massas Rechtsbeistand eine entscheidende Chance, einen formellen Fall einzuleiten und Klage gegen die genannten Parteien einzureichen.
Der Fall rückt diese Woche im Royal Courts of Justice in London in den Mittelpunkt, mit vorbereitenden Anhörungen am Dienstag, die bis zum 31. Oktober fortgesetzt werden.
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In den Anhörungen dieser Woche wird entschieden, ob der Fall in ein Hauptverfahren übergehen kann. Sollte dies der Fall sein, werden Massa und seine Anwälte nicht nur die Schadensersatzforderung über 82 Millionen US-Dollar weiterverfolgen, sondern vor allem die offizielle Anerkennung anstreben, dass der Titelverlust 2008 auf einen Verstoß gegen die Regularien der Formel 1 zurückzuführen ist.

Massa entschlossen, den Fall bis zum Ende durchzuziehen

Der ehemalige Ferrari-Pilot hat sich nie vollständig mit dem Ausgang der Saison 2008 abgefunden, die er unter anderem wegen der in Singapur verlorenen Punkte verlor — obwohl es in diesem Rennen auch zu einem kostspieligen Patzer des Teams aus Maranello kam, als Massa mit noch angeschlossenem Tankrüssel aus der Box freigegeben wurde.
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Der Brasilianer hat stets angedeutet, dass sein Kampf zu einer Frage des Prinzips geworden ist — nicht aus persönlicher Rache, sondern um sicherzustellen, dass ähnliche Vorfälle in Zukunft nie wieder passieren.

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