Ein Wechsel zur IndyCar könnte ein „guter Schritt“ für Mick Schumacher sein, birgt laut Red-Bull-Berater Helmut Marko jedoch auch das Risiko schwerer Unfälle. „Mir wäre das zu gefährlich."
- Helmut Marko über IndyCarMarko zeigte sich offen für einen möglichen Wechsel in die IndyCar, warnte jedoch, dass die Serie aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeiten und der ungewohnten Ovalkurse ein Risiko schwerer Unfälle mit sich bringe.
Schumacher absolvierte im Oktober seinen ersten IndyCar-Test in Indianapolis mit dem Team Rahal Letterman Lanigan Racing. Das Team hat seine drei Cockpits für 2026 bereits vergeben, daher wird Schumacher hoffen, anderswo einen permanenten Platz im Feld zu finden.
Ein vielversprechender Schritt mit dem Risiko „schwerer Unfälle“
Im Gespräch mit Sport.de sagte Marko: „Die Serie ist eine gute Serie, sie ist sehr wettbewerbsfähig.“
„[Es könnte] ein guter Schritt sein, er hatte einen sehr erfreulichen Test dort."
„Wenn er sich in Amerika wohlfühlt, die Oval-Tricks lernt - und da wird er einige Rennen brauchen - dann wird das sicherlich gut gehen.“
Marko warnte auch vor dem Risiko, das Schumacher eingeht: „Mir wäre das zu gefährlich. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von bis zu 340 km/h gibt es die Gefahr kapitaler Unfälle. In so einem Fall ist es meist ein gröberer Crash.“
Mick Schumacher beim letztjährigen US-Grand-Prix - Foto: Race Pictures
Die Chancen auf eine Rückkehr in die Formel 1 scheinen für den 26-jährigen Deutschen, der Ende 2022 von Haas aussortiert wurde, rar gesät.
Nachdem er 2023 als Ersatzfahrer bei Mercedes auf der Bank saß, startete Schumacher 2024 und 2025 für Alpine in der Langstrecken-Weltmeisterschaft.
Sollte er sich für 2026 ein Cockpit sichern, wäre Schumacher nicht der einzige ehemalige F1-Pilot im IndyCar-Starterfeld.
Er würde sich zu Ex-Manor-Marussia-Fahrer Alexander Rossi und dem ehemaligen Sauber- und Alfa-Romeo-Piloten Marcus Ericsson gesellen. Beide haben seit ihrem Wechsel über den Atlantik das Indy 500 gewonnen.
Derweil steckt der vierfache IndyCar-Champion und Indy-500-Sieger 2025 Alex Palou derzeit in einem Rechtsstreit über 21 Millionen US-Dollar mit McLaren wegen eines Vertragskonflikts.
Während Schumacher den Schritt von Europa in die USA ins Auge fasst, geht es für den neunfachen IndyCar-Sieger Colton Herta in die andere Richtung: Er wird 2026 mit Hitech in der Formel 2 antreten, um sich für einen möglichen Cadillac-F1-Platz zu empfehlen.
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