Jacques Villeneuve hat eine konträre Sicht auf das berüchtigte Finale der Weltmeisterschaft 2021 in Abu Dhabi geäußert. „Er hätte es schon vor diesem Rennen gewinnen müssen. Max hätte am Ende nie so hart kämpfen dürfen.“
- Jacques VilleneuveWie inzwischen weithin bekannt ist, gelang es
Max Verstappen und Red Bull, das, was als sichere Entscheidung in der Meisterschaft schien, zu kippen, indem sie die Entscheidung des damaligen Rennleiters Michael Masi ausnutzten, ein Sprintduell auf der letzten Runde zu ermöglichen.
Auf frischen Reifen und mit einer letzten Runde zur Verfügung überholte der Niederländer den siebenfachen Weltmeister, gewann sowohl das Rennen als auch den Titel und ließ
Lewis Hamilton eine bittere Niederlage zu verdauen.
Gefragt im High Performance Podcast, ob er der Ansicht zustimme, Hamilton als den wahren Champion jenes Jahres zu betrachten, bot der Kanadier eine andere Perspektive: „Was ihr vergesst, ist, dass es die Arbeit einer ganzen Saison ist. Er hätte es schon vor diesem Rennen gewinnen müssen. Max hätte am Ende nie so hart kämpfen dürfen.“
Foto: Red Bull Content Pool
„Was alle vergessen, ist, dass Lewis in Runde eins die Schikane abkürzt, draufhält, nicht einmal versucht zu verlangsamen und keine Strafe bekommt. Das verschafft ihm die Führung im Rennen. Ohne das keine Führung. Mit einer Strafe liegt er ohnehin fünf Sekunden hinter Max, also kommen wir gar nicht erst an diesen Punkt. Dort begann das Problem.“
Villeneuve ist der Meinung, dass Hamilton und Mercedes unter dem Safety Car ein Zeitfenster zum Boxenstopp hatten, das Team sich jedoch dagegen entschied, um keinen Positionsverlust zu riskieren oder zu vermeiden, dass das Rennen hinter dem SC endet.
„Man kann nicht nur auf diesen einen Moment schauen, in dem alles chaotisch und sehr schnell passierte, als das Team Lewis hätte an die Box holen können und sich dagegen entschied. Dann, beim Restart, hat Lewis nicht einmal gekämpft — es wirkte, als hätte er für sich beschlossen, dass es vorbei ist. Er hat überhaupt nicht gekämpft. Es sieht schlecht aus, weil die Leute sagen, man habe ihm die Meisterschaft geschenkt, aber nein — sie hatten die Wahl zu stoppen und taten es nicht. Ganz einfach.“
Wolff verrät: Hamilton ist weiterhin auf die Titel-Niederlage 2021 gegen Verstappen fixiert
In einem kürzlich geführten Interview gab der Mercedes-Teamchef zu, dass weder er noch sein ehemaliger Fahrer „darüber hinweg sind“ — über eines der dramatischsten Finals in der Geschichte des Sports.
Diese Entscheidung von Masi kostete Hamilton die Chance, sich seinen achten WM-Titel zu sichern, der ihn zum allein erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten gemacht hätte — auch wenn er den Rekord weiterhin mit Michael Schumacher teilt.
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