Jacques Villeneuve hat seine Gedanken zu Lewis Hamiltons schwieriger erster Saisonhälfte mit Ferrari geteilt und zugibt, dass er überrascht war, ihn so entmutigt zu sehen. Der erste Teil von
Lewis Hamiltons neuem Abenteuer mit Ferrari ist nicht so verlaufen, wie er oder das Maranello-Team es gehofft hatten.
Nach 14 Grand Prix ist der siebenmalige Weltmeister immer noch ohne Podium oder Sieg, mit einem vierten Platz bei seinem Heimrennen in Silverstone als bisher bestes Resultat.
Der Kampf mit Charles Leclerc war ebenfalls hart, der Monegasse hat bereits fünf Podiumsplätze erreicht, zusammen mit einer überraschenden Pole Position in Ungarn letztes Wochenende. Hamilton hingegen schied in Q2 aus und kam im Rennen nicht einmal unter die Top 10.
Laut Jacques Villeneuve beginnt Hamilton erst jetzt zu realisieren, wie anders die Dinge bei Ferrari im Vergleich zu einer Umgebung wie Mercedes sind.
''Lewis kommt aus völlig anderen Erfahrungen in der Formel 1 und hat in der Vergangenheit immer mit dem englischen und deutschen Ansatz gearbeitet,'' sagte er der La Gazzetta dello Sport.
''Jetzt beginnt er zu realisieren, wie anders bei Ferrari alles ist. Es ist definitiv überraschend, ihn so entmutigt zu sehen.''
''Bei Ferrari scheint es immer ein wenig Verwirrung bei der Entscheidungsfindung und Kommunikation zu geben - sogar über das Radio - und das hilft ihm sicherlich nicht, sich anzupassen.''
Dennoch glaubt der Weltmeister von 1997, dass 2026 das wahre Jahr der Beurteilung für Hamilton sein wird - der Moment, in dem echte Schlussfolgerungen gezogen werden können: ''Nächstes Jahr wird der echte Kopf-an-Kopf mit Leclerc sein. Dieses Auto war nicht für Hamilton konzipiert, während die neuen Regulierungen 2026 alles wieder auf Null setzen werden.''
''Dennoch waren die Aufmerksamkeit und die Erwartungen rund um seine Ankunft enorm, und man kann nicht leugnen, dass die ersten Monate enttäuschend waren.”
Mit null Punkten in Ungarn,
liegt Hamilton jetzt 42 Punkte hinter seinem Teamkollegen, bei 110 Punkten - ein Punkt weniger als in der gleichen Phase der letzten Saison.