Nach dem Großen Preis von Ungarn hat George Russell weit verbreitete Spekulationen über die Leistung des Ferrari-Wagens ausgelöst. Ralf Schumacher hat nun seine Perspektive auf die Situation dargelegt. Charles Leclerc überraschte viele, indem er am Samstag die Pole Position sicherte. Während des Rennens hielt der Ferrari-Fahrer anfangs stark, begann dann aber unerwartet an Boden zu verlieren.
George Russell und Charles Leclerc in Ungarn
Warum Leclerc laut Schumacher so viel Geschwindigkeit verloren hat
Ralf Schumacher äußerte sich zu der Theorie des Mercedes-Fahrers im Boxengasse-Podcast. "In Bezug auf den Reifendruck finde ich das absurd, da der Reifen natürlich viel schneller reagieren würde."
"Wenn ich viel Luft hinein gebe, um überhaupt einen Höhenunterschied zu bemerken, wie ist das überhaupt messbar? Das ist sehr schwierig. Es hängt viel von der Dynamik ab. Und dann würde das Rad nach drei, vier Runden überhitzen. Man kennt das vom Qualifying. Dort ist der Reifendruck anders und selbst dann ist man nicht höher."
"Ich denke, dass man, wenn man am Anfang mit viel Treibstoff an Bord so schnell ist, das Auto sogar niedriger ist. Das bedeutet, man würde wahrscheinlich den Unterboden in den ersten dreißig Runden zerstören. Das scheint mir nicht möglich."
Laut dem Deutschen lag das Problem bei dem Reifen, auf den Leclerc gewechselt hatte. "Ich glaube eher, dass Ferrari das Problem hatte, dass sie dort zum ersten Mal die harten Reifen benutzt haben."
"Und sie haben auch die neue Hinterachsaufhängung. Ich denke, es ist etwas passiert, mit dem sie nicht gerechnet haben", schloss Schumacher ab.