Der ehemalige Michael-Schumacher-Ingenieur Luigi Mazzola hat einen Großteil der Verantwortung für Lewis Hamiltons enttäuschende Saison bei Ferrari dem Team selbst zugeschrieben. „Ich würde sagen, ein großer Teil der Verantwortung liegt auch beim Team“
- Luigi MazzolaWährend er anerkennt, dass ein Teil der Verantwortung auch beim Fahrer liegt, erklärte der italienische Ingenieur gegenüber NewsF1, dass Ferrari mehr hätte tun können — und sollen —, um Hamilton bessere Werkzeuge an die Hand zu geben und ihm entgegenzukommen.
„Ich gebe nicht Hamilton die ganze Schuld — ich sehe es nicht so, dass man sagt: ‚Du, Hamilton, hast alles vermasselt.‘ Nein. Ich würde sagen, ein großer Teil der Verantwortung liegt auch beim Team. Denn über 24 Rennen hinweg kann es einfach nicht sein, dass man immer noch nicht verstanden hat, wie dieser Fahrer fährt, oder ihm zumindest kein Auto geben kann, das für ihn konstant funktioniert."
„Alles, was gesagt wurde, stimmt — der Kulturwechsel, die Sprache, das Essen, die Abläufe, was auch immer. Aber ein Fahrer ist im Auto wie eine Maschine: Man sagt ihm, was dieses Ding macht, und er isoliert sich, zieht es durch und fährt.“
Mazzola wollte außerdem Renningenieur Riccardo Adami nicht unter den Bus werfen; der Italiener stand in diesem Jahr häufig im medialen Rampenlicht nach einer Reihe von Funkwechseln mit Hamilton, die einen Mangel an kommunikativer Chemie zwischen den beiden offenbarten.
„Das eigentliche Problem entsteht, wenn es ein Auto gibt, das er schlicht nicht fahren kann. Das ist es, was mich etwas ratlos zurücklässt. Und ich gebe nicht einmal dem Renningenieur die Schuld, der ziemlich stark unter Beobachtung stand, denn ich weiß nicht, wie viel Freiheit ein Renningenieur tatsächlich hat, wenn es darum geht zu entscheiden, was am Auto getan werden kann.“
Steiner nennt Schlüsselfaktor, der Hamiltons Form bei Ferrari wiederbeleben könnte
Die erste Saison des siebenmaligen Weltmeisters in Maranello war alles andere als unkompliziert, beeinträchtigt von einem Auto, mit dem sich der Brite — abgesehen von ein paar flüchtigen Glanzmomenten wie der Pole-Position und dem Sieg im Sprint in China oder seinem vierten Platz in Silverstone — nie wirklich wohlfühlte.
Der ehemalige Haas-Teamchef ist der Ansicht, dass Hamilton trotz seines Alters noch viel zu bieten hat — vorausgesetzt, Ferrari erfüllt im nächsten Jahr eine grundlegende Voraussetzung.
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