Lewis Hamilton hatte ein schwieriges Wochenende auf dem Hungaroring. Der Brite war besonders nach dem Qualifying niedergeschlagen, da er in Q2 ausgeschieden war. Teamchef Frederic Vasseur glaubt jedoch, das sei alles relativ. Der siebenmalige Weltmeister war hart mit sich selbst, nachdem er im Qualifying den 12. Platz belegt hat. Im Gespräch mit Sky Sports nach der Session sagte er: "Ich bin nutzlos, absolut nutzlos. Das Team hat kein Problem. Sie haben gesehen, dass das Auto auf Pole ist. Wir sollten also wahrscheinlich den Fahrer wechseln."
Unterdessen qualifizierte sich sein Teamkollege, Charles Leclerc, vor den beiden McLaren-Fahrern auf die Pole Position. Nach dem Grand Prix trat
Frederic Vasseur auch für seinen Fahrer auf dem Hungaroring ein.
Wo läuft es im Qualifying für Hamilton schief?
Nach dem Start von P12 landete Hamilton wieder auf der gleichen Position. Vor einer Woche in Spa-Francorchamps konnte der Brite nach dem Ausscheiden sowohl im SQ1 als auch im Q1 jedoch mehr Positionen gutmachen.
"Wenn Sie sich das Q1 ansehen, war er beim ersten Versuch vor Charles, beim zweiten Versuch innerhalb von zehn Zenteln von Charles und am Ende war Charles auf der Pole Position. Das Problem ist, dass wir an Leistung fehlten und Risiken eingingen, er aber zwei Zehntel langsamer fuhr als Charles und und im Q2 ausschied," begann der Franzose gegenüber GPblog und anderen.
"Ich weiß nicht, ob wir mit Lewis Pech hatten oder mit Charles Glück hatten, in das Q3 zu kommen und um die Pole kämpfen zu können."
Hamilton kämpft gegen Verstappen beim GP Ungarn
Vasseur erklärte auch, dass das letzte Samstag das Gleiche mit Max Verstappen passiert wäre. "Am Ende des Tages ist es wirklich knapp. Ich glaube, es war fast dasselbe für Max, ich sprach heute Morgen mit Laurent [Mekies], und sie waren auch kurz davor, raus zu fliegen. Es ist so eng, dass du nicht rausfliegen kannst und es ist nicht so, dass du nirgendwo bist, wenn du draußen bist. Wenn du im Q3 antreten kannst, dann kannst du ein gutes Ergebnis erzielen."
Er sieht auch positive Aspekte in Hamiltons Leistungen. "Er hat sich nach Miami, Spanien, Silverstone, Österreich gut erholt. Er war auf Augenhöhe mit Charles, in Kanada war er sogar zwei oder drei Mal vor Charles im Qualifying. Letztes Wochenende, als er das Auto in Kurve 14 verlor, war er sechs Zehntel schneller als Charles."
Er schlussfolgerte: "Ich weiß, das Spiel muss man zu Ende bringen und man muss das Rennen beenden, es hat keinen Sinn, das Rennen 40 Runden zu führen, wenn man nicht in der Lage ist, zu Ende zu fahren, man sollte aber auch nicht zu schnelle Schlüsse ziehen."