Lewis Hamiltons Strafe unterscheidet sich von Max Verstappens Abkürz-Manövern in Mexiko, erklärte James Hinchcliffe.
"Er hat versucht, einen auf Max zu machen, so nach dem Motto: ‚Ich bleibe einfach draußen und fahre weiter‘ und hoffe, dass es funktioniert."
- James HinchcliffeNach einem harten Duell zwischen
Max Verstappen und Hamilton schnitt der
Ferrari-Pilot schließlich die Kurven 4 und 5.
Infolgedessen erhielt der Brite eine 10-Sekunden-Zeitstrafe wegen
Verlassens der Strecke und Erlangens eines Vorteils.
Der ehemalige IndyCar-Pilot und aktuelle F1-TV-Analyst James Hinchcliffe ist der Meinung, dass die Situation sich von anderen Abkürz-Vorfällen beim Großen Preis von Mexiko-Stadt unterschied.
Hamiltons Duell gegen Verstappen in Mexiko - Foto: Race Pictures
Er sagte im F1-Nation-Podcast: "Er (Hamilton, Anm. d. Red.) hat versucht, einen auf Max zu machen, so nach dem Motto: ‚Ich bleibe einfach draußen und fahre weiter‘ und hoffe, dass es funktioniert."
Dem Kanadier zufolge hätte auch Ferrari anders auf die Situation reagieren sollen.
Er führte aus: "Vielleicht hätte man im Nachhinein von Teamseite anders reagieren sollen, etwas Tempo rausnehmen, vielleicht sogar die Positionen zurücktauschen.''
"Es ist schwierig, weil wir bereits gesehen hatten, wie Max zweimal übers Gras fuhr und dafür nichts bekam. Es ist eine harte Nummer, es wäre sehr spannend gewesen zu sehen, wie sich Lewis’ Rennen entwickelt hätte."
Hamilton beendete das Rennen schließlich auf P8, nachdem er seine Strafe in der Boxengasse abgesessen hatte.
Hinchcliffe lobt Verstappen
Der Niederländer schnitt am Autodromo Hermanos Rodriguez zweimal die Strecke: einmal am Start, als er zusammen mit den beiden Ferrari-Piloten und Lando Norris zu viert nebeneinander lag, und einmal in Kurve 3 während seines Duells mit Hamilton.
Laut Hinchcliffe zeigte Verstappen einmal mehr, wie gut er das Regelwerk in- und auswendig kennt.
Der ehemalige F1-Pilot argumentierte: "Er kennt die Regeln so gut. Und deshalb gab es, glaube ich, so viel Frust bei Lewis. Er denkt sich: ‚Ich habe gesehen, wie er das zweimal gemacht hat, und er bekam nichts. Ich mache es einmal und bekomme eine 10-Sekunden-Strafe.''
"Aber es gibt Unterschiede darin, wie diese beiden Situationen abliefen. Und Max war schon immer sehr gut darin, diese Unterschiede zu kennen und sicherzustellen, dass er auf der richtigen Seite rauskommt. Also, alle Anerkennung an ihn," schloss er.
Nach seinem dritten Platz am vergangenen Sonntag ist Verstappen der Titelverteidigung nun näher als noch eine Woche zuvor auf dem Circuit of the Americas.
Der Niederländer liegt in der Gesamtwertung nun 36 Punkte hinter Norris.GPblogs F1 Paddock Update
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