Jean Alesi übte Kritik an Lewis Hamilton bezüglich seines Wochenendes in Monza, Hamiltons erstes als Ferrari-Fahrer für den siebenmaligen Weltmeister. Während der Sonntag in Monza von Diskussionen über Max Verstappens dominierenden Sieg und McLarens Positionstausch mit Piastri beherrscht wurde, war der Samstag - der Qualifikationstag - geprägt von der Debatte, warum
Lewis Hamilton seinem Teamkollegen keinen Windschatten verschaffte, um ihm zu helfen, weiter vorne in der Startaufstellung zu stehen.
Der siebenmalige Weltmeister sah einer Fünf-Platz-Strafversetzung entgegen und hatte daher wenig zu verlieren, dennoch entschied sich Ferrari dazu, ihre Fahrer für zwei separate schnelle Runden herauszuschicken.
Das Resultat war, dass Leclerc Vierter wurde, nur zwei Zehntel hinter der Pole-Position, während Hamilton Fünfter wurde - später fiel er auf den zehnten Platz zurück, nachdem seine Strafversetzung angewendet wurde.
Alesi unzufrieden mit Hamiltons 'Einstellung'
Im Gespräch mit dem Corriere della Sera über die Ereignisse vom Samstag war Jean Alesi mit dieser Entscheidung nicht sehr zufrieden: ''Ich mochte Hamiltons Haltung nicht. Er hätte Leclerc am Samstag während der Qualifikation wirklich helfen können - und vielleicht sogar sollen.''
''Viele erwarteten diese Art von Verhalten von Lewis, ohne dass sie sogar gefragt wurden, angesichts seiner Worte, des Verlaufs der Saison und seines ersten Treffens mit den italienischen Fans. Ich denke das, obwohl eine bessere Startplatzierung das Rennergebnis für Ferrari nicht geändert hätte.''
Schließlich fügte er hinzu: ''Wir werden auf den nächsten Hamilton warten müssen, soviel ist mittlerweile klar, während wir den Glauben und das Vertrauen aufrechterhalten.''
Auch im Rennen änderte sich für die zwei Ferrari nicht viel. Leclerc gelang es zunächst, Oscar Piastri beim Start zu überholen, nur um später nicht nur der Überlegenheit von McLaren, sondern auch von Max Verstappen nachgeben zu müssen.
Hamilton hingegen zeigte eine anständige Aufholjagd, überholte schnell ein paar Fahrer beim Start, aber sein Vormarsch wurde gestoppt von George Russell, der ihm das gesamte Rennen über dicht auf den Fersen war, ohne dem Mercedes-Fahrer jemals eine echte Gefahr zu präsentieren.