Red-Bull-CEO und Teamchef Laurent Mekies sprach offen über seinen Abschied von Ferrari vor seinem Wechsel zu Racing Bulls. „Ich hatte auch ein enges Verhältnis zu Fred, daher wäre es auch schön gewesen, zu bleiben.“
- Laurent MekiesDer Franzose, der nach einer langen Zeit bei der FIA im September 2018 als Sportdirektor zum Team aus Maranello stieß, verließ die Scuderia im Juli 2023 — kurz vor dem Großen Preis von Belgien —, verbrachte anschließend eine Zeit in der Auszeitregelung (Gardening Leave) und übernahm offiziell im Januar 2024 die Rolle des Teamchefs beim Team aus Faenza.
Danach verbrachte er anderthalb Jahre bei Racing Bulls, bevor er die durch den Abgang von Christian Horner entstandene Chance nutzte und in diesem Sommer als neuer Teamchef des Teams aus Milton Keynes aufstieg.
„Ferrari war eine fantastische Erfahrung; ich habe enorm viel mit Mattia und mit dem Team gelernt — Lektionen, die ich noch heute mit mir trage“, sagte Mekies gegenüber Corriere dello Sport.
„Ich hatte auch ein enges Verhältnis zu Fred, daher wäre es auch schön gewesen, zu bleiben. Aber ich bin nicht der Typ Mensch, der sich in einer Komfortzone einrichtet, und mir wurde die Rolle des Teamchefs bei Racing Bulls angeboten — ein Zug, den ich mir einfach nicht entgehen lassen konnte. Dann hat mich das Leben hierher zu Red Bull geführt.“
In diesem Jahr erlebte Ferrari eine enttäuschende Saison im Vergleich zu den hohen Erwartungen vor dem Start, insbesondere mit der Ankunft von Lewis Hamilton. Das Team wurde am Ende nur Vierter in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft, ohne einen einzigen Sieg — eine Situation, die sie seit 2021 nicht mehr erlebt hatten.
Auf die Frage, ob er überrascht sei, das Team in einem solchen Zustand zu sehen, ergänzte Mekies: „Ich würde nicht sagen, dass ich überrascht bin. Die Formel 1 ist extrem wettbewerbsfähig. Die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg ist sehr schmal, besonders in diesem Jahr, in dem wenige Zehntel den Unterschied gemacht haben. Ich wünsche Ferrari alles Gute.“
Mekies schildert die harte Realität von Red Bulls Projekt für 2026
Nachdem er in seiner ersten halben Saison an der Spitze des österreichischen Teams den Titel nur knapp verpasst hatte, steht Mekies nun vor einer weiteren gewaltigen Herausforderung: den Übergang zu den neuen Regeln zu steuern — und vor allem sicherzustellen, dass Red Bull den Abschied von Honda nicht spürt.
Ab dem nächsten Jahr wird Red Bull ausschließlich auf eigene Ressourcen setzen, nachdem man das ambitionierte Powertrains-Projekt gestartet hat — parallel zur Entwicklung eines Autos, das sich grundlegend von dem unterscheiden wird, mit dem man die Saison beendet hat.
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