Regen dürfte am Wochenende in Interlagos erneut eine Rolle spielen – etwas, das Max Verstappen vermutlich bestens entgegenkommt. Wenn vom Autódromo José Carlos Pace die Rede ist, kommen einem sofort Ayrton Sennas legendäre Taten vor heimischem Publikum in den Sinn. In der modernen Formel 1 ist der Meister zu Hause jedoch zweifellos der vierfache Weltmeister.
Der Niederländer, der in Brasilien bereits drei Siege errungen hat – darunter zwei in Serie in den Jahren 2023 und 2024 – ist dafür in Erinnerung, einige seiner denkwürdigsten Leistungen und Manöver genau auf jener Strecke gezeigt zu haben, die Senna zur Legende machte – viele davon bei strömendem Regen.
Man denke nur an sein Überholmanöver außen herum gegen Nico Rosberg im Jahr 2016, als der damals noch sehr junge Verstappen in seinem ersten Jahr bei Red Bull der Welt sofort zeigte, woraus er gemacht ist, und eine außergewöhnliche Sensibilität fürs Fahren im Nassen bewies.
Max Verstappen - Foto: Red Bull Content Pool
Oder noch jüngst der sensationelle Durchmarsch im vergangenen Jahr, als der Niederländer von Startplatz siebzehn ins Rennen ging und schon vor dem Start abgeschrieben schien – nicht nur für den Sieg, sondern sogar für ein Podium.
Noch heute gelten diese beiden Rennen als einige der größten Leistungen der Sportgeschichte – ein Beleg dafür, dass der Fahrer den Unterschied machen kann, unabhängig vom Auto. Sowohl 2016 als auch im vergangenen Jahr hatte Verstappen nicht das beste Material – insbesondere im ersten Fall, als er gegen eines der dominantesten Autos aller Zeiten antrat.
Auch im letzten Jahr hatte
McLaren am Saisonende leistungsmäßig gegenüber Red Bull die Nase vorn, doch an jenem Sonntag konnten weder Piastri noch Norris etwas gegen einen Verstappen in überragender Form ausrichten.
Die Geschichte scheint sich an diesem Wochenende – zumindest auf dem Papier – zu wiederholen. Der MCL39 reist nach Brasilien mit Rückenwind nach McLarens überzeugendem Sieg mit Lando Norris in Mexiko, einem Triumph, bei dem er mit 30 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten ins Ziel kam und McLarens Stärke gegenüber der Konkurrenz eindrucksvoll unterstrich.
Auch wenn der RB21 in den letzten Rennen, wie die Ergebnisse zeigen, eindeutig Fortschritte gemacht hat, ist Verstappen auf trockener Strecke in Brasilien rein technisch der Außenseiter. Doch wenn der Regen kommt, könnte sich die Geschichte dramatisch ändern – und sich potenziell ähnlich abspielen wie im vergangenen Jahr.
Hinzu kommt, dass der gesamte Druck klar auf Norris und Piastri lastet – und unter kniffligen Bedingungen ist das Letzte, was man brauchen kann, diesem Druck nachzugeben. Im Gegensatz dazu weiß der vierfache Weltmeister, dass er nichts zu verlieren hat und sich sogar ein paar zusätzliche Risiken leisten kann.
Regenbedrohung könnte den Titelkampf in Interlagos durcheinanderwirbeln
Regen wird am Wochenende wohl erneut dominieren, die Hackordnung aufmischen und mit nur noch vier verbleibenden Rennen möglicherweise für große Überraschungen im Titelkampf sorgen.
In Brasilien kehrt zudem das Sprintformat zurück, bei dem Verstappen zuletzt in Austin ein nahezu fehlerloses Wochenende hinlegte – und genau das will er in Interlagos wiederholen.
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