Tsunodas Zurückstufung in der F1 beweist, dass Perez recht hatte und dies setzt nun Hadjar unter Druck

20:30, 08 Dez 2025
Aktualisiert: 21:55, 08 Dez 2025
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Yuki Tsunoda wird im nächsten Jahr nicht auf der F1-Startaufstellung stehen – ein Punkt, der Sergio Perez’ Kritik an Red Bull Racing weiter anheizt.
Perez – Abu-Dhabi-GP
Foto: RacePictures.
Ein weiteres Jahr, ein weiterer Red-Bull-Pilot verlässt die F1-Bühne. Tatsächlich blieben Max Verstappens letzte drei Teamkollegen nach erfolglosen Einsätzen für das in Milton Keynes ansässige Team ohne F1-Cockpit: beginnend mit Alexander Albon nach der Saison 2020, gefolgt von den komplizierten Saisons 2023 und 2024 von Perez und abgeschlossen durch Tsunodas ertraglose Saison 2025.
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Obwohl Perez in seiner Red-Bull-Zeit eine entscheidende Rolle bei Verstappens erstem Titel spielte – mit einem Sieg in Aserbaidschan und einer Verteidigungsfahrt gegen Lewis Hamilton im Abu-Dhabi-Finale 2021 – und zu Beginn der Saison 2023 im Titelkampf mit Verstappen auf Augenhöhe lag, gerieten Form und Titelhoffnungen des Mexikaners nach Miami ins Trudeln.

Red Bulls Entwicklung, der Kern des Problems?

Den Leistungsabfall führte Perez auf die Entwicklungsrichtung der Red-Bull-Autos zurück. Der künftige Cadillac-Pilot in der F1 2026 betonte wiederholt, er sei gezwungen gewesen, sich ständig an Verstappens Fahrstil anzupassen – ein Hinweis auf einen unausgewogenen Ansatz der Österreicher bei der Fahrzeugentwicklung.
Während Red Bull 2023 einen enormen Vorsprung auf die Konkurrenz hatte, der seine Entfremdung vom Auto kaschierte, verlor das Team 2024 seine technische Überlegenheit. Mit McLarens Aufschwung sowie Fortschritten bei Mercedes und Ferrari rückte die Spitze näher zusammen – und damit traten Perez’ Schwierigkeiten offen zutage.
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Nach einer kompletten Saison voller Kritik in den Medien – und sogar durch andere F1-Fahrer – zeigte Red Bull Perez nach dem Abu-Dhabi-Grand-Prix des letzten Jahres die Tür.

Perez’ Nachfolger: gescheiterte Lösungen für das Red-Bull-Dilemma

Die Verpflichtung von Liam Lawson in den Red-Bull-Kader sollte die herbeigesehnte Wende bringen, um endlich zwei Fahrer zu haben, die konstant an der Spitze kämpfen. Die Realität sah jedoch ganz anders aus.
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Liam Lawson wurde bereits nach nur zwei Grands Prix von Red Bull zu Racing Bulls zurückgestuft. Foto: RacePictures.
Liam Lawson wurde bereits nach nur zwei Grands Prix von Red Bull zu Racing Bulls zurückgestuft. Foto: RacePictures.
Der Neuseeländer wurde nur für zwei Grand-Prix-Wochenenden gehalten, bevor er zugunsten von Tsunoda zu Racing Bulls heruntergestuft wurde. Tsunoda wiederum holte für die Österreicher über 21 Rennwochenenden nur 30 Punkte.
Die Form des Japaners bei Red Bull – lediglich sechs Q3-Teilnahmen und sieben Ausscheiden unter den letzten fünf – wurde zunehmend hinterfragt, womit Tsunoda ähnlich im Fokus stand wie zuvor Perez in der zweiten Hälfte seiner Zeit beim österreichischen Team. Zudem ähnelten Tsunodas Aussagen auffallend den Beschwerden von Perez.
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Perez erhält Comeback-Chance, Red Bull blickt auf Hadjar

Rückblickend auf die Zeit des Mexikaners bei Red Bull drängt sich nun der Gedanke auf, dass der sechsfache Grand-Prix-Sieger womöglich die ganze Zeit über recht hatte. Hätte das österreichische Team Perez’ Entwicklungsfeedback beherzigt, hätte er sein Cockpit für 2025 behalten können? Und hätte Perez dann in der Titelverteidigung, die Verstappen in der zweiten Hälfte der F1-Saison 2025 gegen Lando Norris und Oscar Piastri anführte, eine bedeutendere Rolle spielen können als Tsunoda? Das werden wir nie erfahren.
Lando Norris besiegelte am vergangenen Sonntag in Abu Dhabi seinen ersten F1-Titel. Foto: RacePictures.
Lando Norris besiegelte am vergangenen Sonntag in Abu Dhabi seinen ersten F1-Titel. Foto: RacePictures.
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Während Red Bull nun auf Hadjar setzt, in der Hoffnung, dass er den Red-Bull-Boliden mit genügend Selbstvertrauen bewegen kann, um Verstappen und das Team ab dem nächsten Jahr weiter voranzubringen, bereitet sich Perez auf ein großes F1-Comeback vor: Er wird den F1-Einstieg von Cadillac zur Saison 2026 anführen – ein Projekt, das der Mexikaner als das letzte große F1-Vorhaben seiner bereits langen und äußerst erfolgreichen Fahrerkarriere bezeichnet hat.
Ein letztes F1-Kapitel, das ihm eine Chance auf Wiedergutmachung bietet – und die Möglichkeit, seine Kritiker und die Entscheidung seines früheren Arbeitgebers, ihn auszumustern, Lügen zu strafen.

Perez teilt deutlichen Seitenhieb gegen Red Bull aus

Perez erinnerte an seine berühmte Verteidigungsfahrt beim Abu-Dhabi-GP 2021 gegen Lewis Hamilton – die ihm den Spitznamen „Minister of Defence“ einbrachte –, nachdem Yuki Tsunoda auf derselben Strecke erfolglos versuchte, Lando Norris abzuwehren. Hier die ganze Geschichte lesen.
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