Red Bull Racings F1-Berater Dr. Helmut Marko hat das Team verlassen, nachdem Max Verstappen den Titel an McLarens Lando Norris abgeben musste. Marko hat eine zwei Jahrzehnte währende Amtszeit bei Red Bull Racing beendet. Foto: Red Bull Content Pool
Die Winde des Wandels haben einen weiteren Pfeiler von Red Bulls Fundament fortgefegt und ein zentrales Element ihrer Arbeit, die sie vom Mittelfeld an die absolute F1-Spitze führte.
Wie GPblog bereits am Montag berichten konnte, fand am selben Tag in Abu Dhabi ein Gespräch über die Zukunft des 82-jährigen Österreichers statt, dessen Ergebnis auf den Abschied des Chefberaters des Teams hindeutete.
Markos Unterstützung für Verstappen war entscheidend
Marko war dafür verantwortlich, einige der besten Fahrer des Sports in die Serie zu bringen, darunter Namen wie Sebastian Vettel, Carlos Sainz, Alexander Albon und Pierre Gasly in die F1, ebenso wie Verstappen, der seit seinem Einstieg 2015 inzwischen vierfacher Weltmeister ist.
Marko spielte auch eine entscheidende Rolle dabei, Verstappen in die F1 zu bringen – und anschließend von Toro Rosso in den Red-Bull-Sitz. Er war ein maßgeblicher Teil im Management des Niederländers und stand maßgeblich im Verstappen-Lager, als das Team nach der internen Untersuchung gegen den damaligen Teamchef Christian Horner gespalten war. Marko trieb Red Bulls Kurs voran, die Unterstützung Verstappens zur Priorität zu machen – oft zum Nachteil seines Teamkollegen.
Hadjar hat eine Chance ergriffen
Der ehemalige Chefberater von Red Bull ist auch dafür verantwortlich,
Isack Hadjar in die F1 zu bringen. Nach einer herausragenden Rookie-Saison, in der er beim Großen Preis der Niederlande sein erstes Podium holte – etwas, das nicht einmal Verstappen in seinem ersten F1-Jahr gelang – wurde er zu Red Bull Racing befördert, um 2026 an der Seite des vierfachen Weltmeisters zu fahren.
Mit Marko im Team, der im Rahmen seiner Rolle Talente entwickelte und das Juniorprogramm leitete, standen Rookies unter enormem Druck, zu liefern – zusätzlich zu dem Stress, ohnehin schon für ein Top-F1-Team zu fahren.
Doch mit dem Abschied des 82-jährigen Österreichers und der stärkeren Einbindung der Red Bull GmbH in das Tagesgeschäft des F1-Teams könnte der Wunsch, beide Red-Bull-Fahrer performen zu sehen, natürlicherweise zunehmen. Könnte es nun einen Kurswechsel im Team geben, der einen Ansatz ähnlich dem von McLaren bringt, der keinen bestimmten Fahrer bevorzugt? Also ohne eine klare Nummer 1 oder Nummer 2?
Eine der Fragen, die sich Red Bull stellen könnte – und sollte –, lautet: Welchen Sinn hat ein Nachwuchsprogramm zur Förderung von Talenten in die F1, wenn unter den aktuellen Bedingungen keiner neben einem Fahrer wie Verstappen überleben kann?
Hadjars erste Saison bei Red Bull wirkt nun nicht mehr wie die Mammutaufgabe, die sie einst schien, auch wenn Verstappen es seinem neuen Teamkollegen gewiss ebenfalls nicht leicht machen wird.
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