Ein italienisches Medium hat Cédric Michel-Grosjean als möglichen langfristigen Renningenieur für Lewis Hamilton bei Ferrari ins Spiel gebracht, auch wenn dies bislang unbestätigt ist. Sollte sich das Gerücht jedoch bewahrheiten, könnte sich für Ferrari eine zentrale Frage stellen: Wäre er sofort verfügbar? Während das Team nach einem Ersatz für Riccardo Adami sucht, der kürzlich als Hamiltons Renningenieur abgesetzt wurde, setzt Ferrari zunächst auf eine Übergangslösung.
Für den Moment
wird erwartet, dass Carlo Santi während der Tests in Barcelona in der kommenden Woche an der Boxenmauer steht. Es bleibt zudem möglich, dass Bryan Bozzi die Rolle kurzfristig übernimmt. Der Italiener ist Charles Leclercs fester Renningenieur und könnte prinzipiell auch Hamilton unterstützen, da in Spanien nur ein Ferrari am Start sein wird.
Ist ein McLaren-Ingenieur die Lösung?
Santi und Bozzi gelten nicht als langfristige Lösungen. Die Scuderia sucht weiter und könnte – so wird berichtet – bei Michel-Grosjean landen.
Er arbeitete in den vergangenen Jahren bei McLaren und war in der letzten Saison Lead Trackside Performance Engineer. In dieser Funktion war er für die Optimierung der Performance von Oscar Piastris Wagen verantwortlich. Mit Michel-Grosjean gewann der Australier 2025 sieben Grands Prix. Michel-Grosjean verließ McLaren Ende Dezember.
Auf seiner LinkedIn-Seite heißt es, dass er seit dem 1. Januar „im Wechsel“ sei, ohne eine neue Position zu benennen. Möglicherweise geht es zu Ferrari, wobei es bemerkenswert wäre, wenn Michel-Grosjean sofort bei den Italienern beginnen würde. Es ist ungewöhnlich, dass hochrangige Mitarbeiter ohne längere Freistellungsphase („Gardening Leave“) zu einem Rivalen wechseln.
Andererseits ist es auch nicht unmöglich. In jedem Fall ergibt eine mögliche Verpflichtung bei Ferrari nur Sinn, wenn Michel-Grosjean Hamilton sofort zur Verfügung steht.