Isack Hadjars Unfall hat Red Bull Racing bereits früh in der Saison Kosten beschert. Das hat direkte Folgen für den Rest des Jahres, in dem umfangreiche Weiterentwicklungen erwartet werden. Wird Red Bull Racing das am Ende auf die Füße fallen? Der genaue Schaden durch Isack Hadjars Ausrutscher ist unbekannt. Dank aus der Ferne geschossener Fotos von außerhalb der Strecke ist jedoch klar, dass das Heck des RB22 erheblich beschädigt wurde. Der Heckflügel war gebrochen, und es könnte auch beträchtliche Schäden im Inneren des Autos gegeben haben.
Das bedeutete, dass neue Teile eingeflogen werden mussten, was die Kosten weiter erhöhte. Alles in allem war es ein Unfall, der sich in der Bilanz deutlich bemerkbar macht.
Auf diese Ausgaben hätte Red Bull verzichten können
Obwohl die Budgetobergrenze für 2026 angehoben wurde, teilweise wegen erwarteter Entwicklungskosten, sind die Budgets nicht unbegrenzt. Jeder Cent zählt. Ein Unfall wie der von Hadjar passt Red Bull daher gerade gar nicht, denn Geld, das in die Weiterentwicklung hätte fließen können, muss nun für ein Ersatzteil für den ersten Test aufgewendet werden.
Foto: Red Bull Content Pool
Angesichts der Tatsache, dass die Testtage in Barcelona in erster Linie einem Shakedown dienen und die meisten Teams die Performance erst in Bahrain ausreizen, ist es möglich, dass Red Bull beschädigte Teile durch Komponenten ersetzt hat, die sonst erst in Sakhir zum Einsatz gekommen wären. Ein ausschließlich für Barcelona entwickelter Heckflügel wurde sicherlich nicht in großen Stückzahlen produziert.
Williams steht vor noch größeren Sorgen
Während Red Bull Racing die Brieftasche zücken musste, ist der finanzielle Schaden für ein Team wie
Williams nach der vergangenen Woche deutlich größer. Dieses Team hatte derart viele Probleme, dass neue Teile gefertigt werden mussten, nur um das Auto überhaupt startklar zu bekommen.
Dass dies erst sehr spät klar wurde, führte vermutlich dazu, dass Teile hergestellt wurden, die nie am Auto verbaut werden. Im Nachhinein verschwendetes Geld—Mittel, die für den Rest der Saison fehlen.
Natürlich legt jedes Formel-1-Team ein Budget für unvorhergesehene Kosten zurück. Unfälle und Rückschläge sind eingepreist. So früh in der Saison hätten Williams und Red Bull jedoch lieber nicht auf diesen Fonds zurückgreifen müssen.