Helmut Marko beendet eine Formel-1-Laufbahn, die gespickt ist mit unzähligen Talenten, die sowohl bei Red Bull als auch darüber hinaus zu Top-Champions wurden. Ein weiteres Puzzleteil, das das Team aus Milton Keynes in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hat, ist an seinen Platz gerückt: Helmut Marko verabschiedet sich – nach dem Abgang von Christian Horner im Sommer – aus der Formel 1. Der Österreicher
sprach exklusiv mit GPblog darüber, was sein nächster Schritt sein könnte.Marko ist zweifellos eine Figur der alten Garde – stets offen und ungefiltert –, was ihn oft ins Rampenlicht der Medien rückte. Zuletzt zwangen ihn seine Kommentare über Kimi Antonelli nach dem Fehler in Katar dazu, zurückzurudern und sich öffentlich beim italienischen Fahrer zu entschuldigen.
Dennoch ist unbestreitbar, dass der Grazer stets ein feines Gespür für junge Talente hatte: Während seiner zwei Jahrzehnte bei Red Bull entdeckte er zahllose Nachwuchsfahrer, die später Weltmeister wurden oder sich als feste Größen in der Formel 1 etablierten.
Max Verstappen und Helmut Marko - Foto: RacePictures
Welche Top-Talente wurden von Marko entdeckt?
Die beiden herausragenden Fahrer aus dem Red-Bull-Juniorprogramm sind natürlich
Sebastian Vettel und
Max Verstappen — die einzigen beiden, die mit Red Bull mehr als einen WM-Titel gewonnen haben, jeweils vier an der Zahl.
Markos Ansatz brachte jedoch auch viele andere Talente hervor, die, selbst wenn sie keine Weltmeister wurden, dennoch einen bleibenden Eindruck hinterließen. Nehmen wir
Daniel Ricciardo: eine äußerst populäre Figur im Fahrerlager, der zeitweise alle Merkmale eines Superstars zeigte, bevor seine Karriere in den späteren Jahren abflaute.
Es gibt zudem zahlreiche andere Fahrer, die bei Red Bull auf der Strecke blieben oder zu Toro Rosso zurückgestuft wurden, aber dennoch erfolgreiche F1-Karrieren hinlegten, darunter
Pierre Gasly,
Alexander Albon sowie auch Liam Lawson und
Yuki Tsunoda.
Ein weiterer Fahrer, der den Red-Bull-Kosmos früh verließ, ist Carlos Sainz, der nach seiner Zeit bei Toro Rosso seinen eigenen Weg über mehrere Teams ging und heute zu den prägenden Piloten im Feld zählt.
Hinzu kommen mehrere Piloten, denen in der F1 das Glück nicht hold war – etwa Brendon Hartley, Jaime Alguersuari, Sébastien Buemi und Nyck de Vries –, die sich jedoch in anderen Kategorien erfolgreich neu erfunden haben.
Das jüngste Juwel, das Helmut Marko hinterlässt, ist
Arvid Lindblad, ein sehr junger britischer Fahrer, der im kommenden Jahr mit nur 18 Jahren sein Formel-1-Debüt bei den Racing Bulls geben soll und große Erwartungen mitbringt.
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