Die französischen Gerichte haben ein Urteil zur Klage der früheren Kandidatin für das FIA-Präsidentenamt, Laura Villars, gefällt.
Der amtierende FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem strebt eine zweite Amtszeit an. Foto: Race Pictures
Die französischen Gerichte haben entschieden, dass der von Villars eingereichte Rechtsbehelf in der Sache selbst vom Pariser Justizsystem geprüft wird, „das als einziges befugt ist, die Rechtmäßigkeit des Wahlverfahrens zu beurteilen“.
Der Termin für die Anhörung wurde auf den 16. Februar 2026 festgelegt. Die Wahl des FIA-Präsidenten findet in Usbekistan eine Woche nach dem Fallen der Zielflagge in Abu Dhabi an diesem Wochenende, am 12. Dezember, statt.
Die Grundlage für Villars' Klage
Villars, zusammen mit den ehemaligen Anwärtern auf das FIA-Präsidentenamt, dem früheren Steward Tim Mayer sowie der belgischen Journalistin und ehemaligen Model Virginie Philippot, mussten ihren Wahlkampf vor den Wahlen aufgeben, da eine Besonderheit im Regelwerk sie daran hinderte, ihre jeweiligen Präsidiumsteams zu bilden.
Das Prüfverfahren für alle FIA-Kandidaten verlangt die Einreichung einer Präsidiumsliste mit Personen aus jeder Weltregion. Da jedoch die einzige Vertreterin Südamerikas, Fabianа, die Ehefrau des ehemaligen F1-Chefs Bernie Ecclestone, bereits ihre volle Unterstützung für den amtierenden Präsidenten
Mohammed Ben Sulayem zugesagt hatte, waren Villars, Mayer und Philippot de facto als echte Aspiranten ausgeschlossen.
Villars’ Anwalt Robin Binsard sagte nach der Entscheidung der französischen Gerichte: „Der Eilrichter hat entschieden, dass dieser Streit in der Sache verhandelt werden muss, und wir werden dieses Verfahren daher vor den Richtern, die über die Sache entscheiden, gegen die FIA fortsetzen. Eine erste Anhörung ist für den 16. Februar 2026 angesetzt.“
Die FIA führt einen Rechtskampf an drei Fronten
Neben Villars’ Fall sieht sich die FIA mit drei rechtlichen Anfechtungen konfrontiert, die ihre Integrität und Transparenz in Frage stellen: Susie Wolff hat nach einer kurzen FIA-Untersuchung 2023 zu möglichen Interessenkonflikten
eine Verleumdungsklage vor französischen Höchstgerichten eingereicht; zudem hat die Klage von Felipe Massa gegen die FIA, die Formel 1 und Bernie Ecclestone im Zusammenhang mit dem „Crashgate“ 2008 eine Anhörung zugesprochen bekommen, wenn auch in eingeschränktem Umfang.
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