Pierre Waché geriet stark in die Kritik, als Red Bull Racing für Max Verstappen kein konkurrenzfähiges Auto liefern konnte. Doch das scheint nun Vergangenheit zu sein, mit dem RB21, der wieder an der Spitze des Feldes kämpft. Ein großer Teil des Lobes gebührt Waché selbst - dem technischen Direktor des Teams, der mehr Anerkennung verdient, als er oft erhält, während er still im Schatten des neuen Teamleiters, Laurent Mekies, arbeitet. Kaum ist eine Session oder ein Grand Prix vorbei, muss man nie lange auf Waché warten. Der Franzose kommt typischerweise aus dem Red Bull Racing Boxenbereich heraus, um ganz oben im nächsten Wohnmobil eine Zigarette zu rauchen. Das ist zweifellos eine Gewohnheit - aber vielleicht auch eine Art, die mit dem Job verbundene Anspannung zu lösen.
Pierre Wachè betritt das F1 Fahrerlager in Monza - Foto: RacePictures.com
Waché fand die Lösungen für Red Bull
Bis zur Sommerpause wirkte Waché oft angespannt, als er durch das Fahrerlager eilte. In den letzten Wochen wurde dieser nervöse Ausdruck durch ein Lächeln ersetzt, da die Leistungen des Red Bull Teams sich dramatisch verbessert haben. Nach vielen Versuchen hat Red Bull die richtige Richtung für den RB21 gefunden, unterstützt durch effektive Updates – und das verdient Waché.
Während die meisten Scheinwerfer während des Comebacks von Red Bull auf Max Verstappen und Mekies gefallen sind, ist Wachés Beitrag nicht weniger bedeutend. Es war der Franzose, zusammen mit dem technischen Team, der die richtigen Updates entwickelt hat, die die Wettbewerbsfähigkeit des RB21 wiederhergestellt haben – sogar bevor Mekies Christian Horner abgelöst hat.
Der Druck auf Waché in den letzten Monaten war immens. Viele fragten sich still, ob der sanftmütige Ingenieur gut genug war, um die Ikone Adrian Newey zu ersetzen - auch wenn dieser Brite sich bereits seit Jahren zurückgezogen hatte.
Pierre Waché - Foto: Red Bull Content Pool
Waché erntet die Früchte seiner Arbeit
Dass Red Bull lange Zeit keine Ahnung hatte, wie man den 'Sweet-Spot' des Autos findet, schien nicht für Waché zu sprechen. Doch der Franzose arbeitete unermüdlich weiter und erhält nun eine Belohnung für seine harte Arbeit. Red Bull hat sogar wieder eine Chance auf den Weltmeistertitel mit Verstappen, obwohl das Comeback etwas zu spät erscheint.
Der wahre Test für Waché steht jedoch in der nächsten Saison bevor, wenn die neuen technischen Regelungen in Kraft treten. Red Bull lag beim letzten regulativen Wechsel an der Spitze und hatte jahrelang das stärkste Auto im F1-Feld. Wenn Waché erneut liefern kann, wird der Franzose seinen Platz unter den größten technischen Direktoren, die die Formel 1 je gesehen hat, festigen.
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