Der Große Preis von Bahrain mag im Kalender noch sechs Wochen entfernt sein, doch die Formel 1 hat längst nicht so viel Zeit, um zu entscheiden, ob das Rennen angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten realistisch stattfinden kann. Hier ist der Grund.
Auf dem Papier wirkt die vierte Runde der noch nicht gestarteten Formel-1-Saison noch weit weg. In der Realität rückt der 12. April – wenn auf dem Bahrain International Circuit die Lichter ausgehen sollen – schnell näher. Logistisch muss die F1 viel früher anreisen: Nach dem Großen Preis von Japan am 29. März soll ein Teil des Frachtguts der Meisterschaft direkt nach Bahrain geflogen werden, was bedeutet, dass die Vorbereitungen in etwa vier Wochen beginnen.
Das gilt allerdings nur, wenn der Transport überhaupt möglich ist. Der Luftraum über Bahrain und mehreren benachbarten Golfstaaten ist derzeit gesperrt, sodass Personen wie Nyck de Vries und Mitglieder des McLaren-Teams faktisch in ihrem Hotel in Bahrain festsitzen – ohne klare Anzeichen, wann Abreisen wieder erlaubt sein werden.
Mit zunehmend scharfer Rhetorik aus Israel, den Vereinigten Staaten und dem Iran deutet wenig darauf hin, dass sich die Lage schnell entspannt. Während die Spannungen anhalten, steht die Formel 1 vor einem schnell näher rückenden Dilemma: weitermachen, verschieben – oder das Rennen ganz absagen?
Formel 1 steht vor schwierigem Dilemma
Für den Sport ist es ein teuflisches Dilemma. Wird der Stecker zu früh gezogen und erweist sich die Lage in der Region in vier Wochen als relativ ruhig, war der Eingriff umsonst. Wartet man jedoch zu lange, ergeben sich allerlei logistische Probleme.
Wie bereits erwähnt: Wie bringt man die gesamte Ausrüstung an ihr Ziel? Und wie sicher ist es für das Personal? Angenommen, die F1-Autos und -Ausrüstung schaffen es wie geplant nach Bahrain, nur um dann eine erneute Eskalation zu erleben; niemand möchte, dass die F1 am Ende doch gestrandet ist – so wie es De Vries aktuell widerfährt.
Die Formel 1 beobachtet die Lage genau,
wie die Organisation am Samstag gegenüber GPblog mitteilte. Dass die Situation reichlich Kopfzerbrechen bereitet, steht jedenfalls fest.