Max Verstappen ragte am ersten Testtag in Bahrain mit seinen konstanten Runs heraus. GPblog verfolgte die Stints der Topteams genau, und Verstappen zeigte bereits, dass er nicht verlernt hat, wie ein Metronom zu fahren. Verstappen war in Bahrain den ganzen Tag im Einsatz. Noch vor dem Mittag hatte der Niederländer bereits mehr als eine Grand-Prix-Distanz abgespult. Nur Arvid Lindblad schaffte mehr Runden.
Am Morgen waren verschiedene Run-Pläne erkennbar: Einige starteten mit ein paar Erkundungsrunden, kamen zurück an die Box, um das Setup zu verfeinern, und fuhren anschließend wieder für weitere vorsichtige Runden raus. Bei Verstappen schien alles reibungslos zu laufen, sodass er einen Longrun beginnen konnte.
Für die Longruns wurden die verwendeten Reifen notiert. Natürlich ist nicht bekannt, mit welchen Motor-Modi und Tankfüllungen die Teams unterwegs waren.
Longruns aus der Morgensession in Bahrain
| Runde | VER (M) | PIA (M) | RUS (H) | HAM (M) |
| 1 | 1:38.291 | 1:38.531 | 1:41.740 | 1:39.589 |
| 2 | 1:39.404 | 1:38.471 | 1:40.647 | 1:39.661 |
| 3 | 1:39.412 | 1:40.730 | 1:40.800 | 1:39.269 |
| 4 | 1:39.177 | 1:38.229 | 1:40.391 | 1:39.092 |
| 5 | 1:39.217 | 1:37.047 | 1:40.038 | x |
| 6 | x | x | x | |
| 7 | 1:39.300 | 1:36.696 | 1:38.793 | |
| 8 | 1:39.836 | | 1:38.399 | |
| 9 | 1:40.063 | | 1:38.895 | |
| 10 | 1:40.315 | | 1:39.671 | |
| 11 | x | | 1:40.513 | |
| 12 | 1:37.404 | | x | |
| 13 | 1:38.559 | | 1:39.816 | |
| 14 | 1:38.088 | | 1:39.374 | |
| 15 | 1:38.647 | | 1:39.762 | |
| 16 | 1:38.576 | | 1:39.647 | |
| 17 | 1:39.219 | | 1:40.081 | |
| 18 | 1:39.312 | | | |
| 19 | 1:40.400 | | | |
| 20 | 1:39.559 | | | |
| Durchschnitt | 1:39.154 | 1:38.284 | 1:39.904 | 1:39.403 |
Während Verstappen bereits mehr als dreißig Runden gedreht hatte, kamen
Oscar Piastri und
Lewis Hamilton erst in Fahrt. Keiner der beiden absolvierte jedoch die meisten Runden der Session: Piastri beendete den Morgen mit 54 Runden und Hamilton mit 52. Nach der Rotphase, die durch Franco Colapinto ausgelöst wurde, setzten
McLaren und Mercedes hauptsächlich auf Qualifying-Runs, die in der obigen Tabelle nicht berücksichtigt sind.
Verstappen auch auf dem harten Reifen sehr konstant
An den Zeiten war zu erkennen, dass die letzte anderthalb Stunden des Vormittags den Qualifying-Runs gewidmet waren. McLaren,
Red Bull Racing,
Ferrari und Mercedes folgten einem Run-Plan mit einer schnellen Runde und einer Abkühlrunde. Erst nach dem Mittag wurden die Longruns fortgesetzt.
In der Nachmittagssession wurden zwei Fahrer besonders genau beobachtet: Verstappen und
Charles Leclerc, die am meisten Arbeit in einen Longrun steckten. Lando Norris fuhr zu Beginn des Nachmittags einige Runden und wechselte später auf Qualifying-Runs. Die Sessions wurden kurzzeitig durch eine rote Flagge unterbrochen.
Leclerc übernahm für Ferrari das Auto, fuhr zunächst einen kurzen Stint auf dem weichen Reifen und dann auf dem Pirelli-„No-Color“-Reifen. Auf dieser Mischung legte der Monegasse einen starken Stint hin, auch wenn er nicht so konstant war wie Verstappens auf sowohl der Medium- als auch der Hard-Mischung.
Longruns aus der Nachmittagssession in Bahrain:
| Runde | VER (M) | LEC (S) |
| 1 | 1:38.184 | 1:40.108 |
| 2 | 1:38.458 | 1:40.101 |
| 3 | 1:38.926 | 1:40.646 |
| 4 | 1:38.551 | 1:41.635 |
| 5 | 1:39.318 | x |
| 6 | 1:38.838 | Durchschnitt: 1:40.623 |
| 7 | 1:39.079 | |
| 8 | 1:39.094 | O |
| 9 | 1:38.991 | 1:37.819 |
| 10 | 1:39.593 | 1:38.109 |
| Durchschnitt | 1:38.803 | 1:38.049 |
| | 1:39.114 |
| 12 | H | x |
| 13 | 1:37.427 | 1:39.404 |
| 14 | 1:37.734 | 1:38.688 |
| 15 | 1:38.066 | 1:40.310 |
| 16 | 1:37.867 | 1:39.928 |
| 17 | 1:37.845 | |
| 18 | 1:37.865 | |
| 19 | 1:38.059 | |
| 20 | 1:38.148 | |
| Durchschnitt | 1:37.876 | 1:39.928 |
In der Nachmittagssession ist es wichtig, die Rolle des Sonnenuntergangs zu berücksichtigen; es ist eine Strecke, auf der sich die Bedingungen beim Einbruch der Nacht und fallenden Temperaturen recht schnell ändern können. Wieder einmal ist es unmöglich zu wissen, welche Motor-Einstellungen die Teams nutzten oder wie viel Sprit die Autos an Bord hatten. Die Zeiten mögen nicht allzu aussagekräftig sein, doch die Konstanz in Verstappens Runs auf sowohl dem Medium- als auch dem Hard-Reifen sieht für den Niederländer vielversprechend aus.
Besonders auf dem Medium-Reifen fuhr er mehrere Runden in Folge innerhalb eines Zehntels seiner vorherigen Runde. Das zeigt sich auch in den Runden 16, 17 und 18 auf dem harten Reifen. Am Ende der Session wechselte Verstappen auf den weichen Reifen. Er sah so aus, als würde er mit der Bestzeit in Tag zwei gehen, doch am Ende
stellte Norris diese schließlich auf.