Kein Großer Preis von Bahrain aufgrund des Kriegs im Nahen Osten: Gibt es eine Alternative?

15:45, 02 Mär
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Die Rennstrecke von Imola scheint der vorgesehene Ort zu sein, um einen möglichen Ausfall des Großen Preises von Bahrain zu ersetzen. GPblog erklärt die Gründe, warum das passieren könnte — oder auch nicht.
Es könnte der Moment kommen, an dem es unvermeidlich wird, dieses Rennen, das im Kreuzfeuer iranischer Raketen steht, aus dem Kalender zu streichen. Die zweite Aprilwoche rückt schneller näher, als man denkt, und irgendwann muss eine Entscheidung getroffen werden.
Die Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump angedeutet hat, die Angriffe seines Landes auf den Iran könnten weitere vier Wochen andauern, ist für die F1 und die FIA wenig ermutigend. Wenn in etwa drei Wochen in der Region immer noch Bomben fallen, der Flugverkehr lahmgelegt ist und die Reisehinweise negativ sind, ist eine Absage unausweichlich.
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Was macht die F1 ohne den GP von Bahrain?

Falls es so weit kommt, stellt sich die Anschlussfrage nach dem weiteren Vorgehen. Wird das Rennen auf einen späteren Termin verlegt, gibt es einen Grand Prix an einem anderen Ort, oder gibt es 2026 ein Rennen weniger?
Die erste Option erscheint unwahrscheinlich, da der ohnehin schon dichte Kalender kaum Spielraum bietet. Zwischen den Rennen in Aserbaidschan und Singapur könnte es zwar eine Lücke geben, doch in diesem Zeitraum ist es in Bahrain brütend heiß. Alles andere als ideal für Fahrer, Teams und Fans.
Option zwei wäre, einen Grand Prix an einem anderen Ort auszutragen. Die Strecke in Imola ist der inoffizielle Reserveaustragungsort, doch ein Sprecher des Kurses teilt GPblog mit, dass man bislang keinerlei Anfrage erhalten habe, den Großen Preis von Bahrain möglicherweise zu ersetzen.
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Bahrain
Die Strecke in Bahrain – Foto: RacePictures
Ob Imola überhaupt kurzfristig die Formel 1 ausrichten kann, ist eine andere Frage. An dem betreffenden Wochenende ist auf der Strecke kein Event angesetzt, der Platz wäre also vorhanden. Zudem gastiert eine Woche später die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), sodass zusätzliche Tribünen und Catering-Einrichtungen ebenfalls bereits vor Ort sind.

Ist die WEC ein Problem für die F1?

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Gleichzeitig stellt die WEC für die F1 ein Hindernis dar, da das Fahrerlager üblicherweise frühzeitig von diesem gesamten Tross belegt wird. Sollte die Formel 1 dort fahren, müsste sie bis Montag schnell wieder verschwunden sein. Erst dann hätte die WEC die Möglichkeit, ihre Motorhomes und Hospitality aufzubauen. Zur Einordnung: Diese stehen der F1 heutzutage in nichts nach.
Alles in allem könnte Imola mit etwas gutem Willen machbar sein, aber eine akribische Planung ist unerlässlich. Daher nochmals: Das ist nichts, was sich innerhalb einer Woche organisieren lässt.
Die logischste Option, falls Bahrain entfällt, ist, dass der F1-Kalender in dieser Saison nur 23 Grand-Prix-Wochenenden umfasst.
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