Toto Wolff hat seinen Blick auf den Großen Preis von Australien gerichtet, bei dem Mercedes eine führende Rolle anstrebt. „Wir haben ermutigende Anzeichen erkannt, aber auch mehrere Bereiche, die noch nicht da sind, wo sie sein müssen.“
- Toto WolffWolff lüftet das wahre Ziel von Mercedes in Melbourne
Im Vorfeld des ersten Rennwochenendes der Saison sagte der Österreicher, dass der W17 bei den Tests ermutigende Anzeichen gezeigt habe, betonte jedoch, dass es weiterhin Bereiche gebe, in denen Verbesserungen nötig seien, und dass der Albert Park eine klarere Vorstellung vom tatsächlichen Niveau von Mercedes liefern werde.
„Die Tests liegen nun hinter uns. Sie boten Einblicke, aber – wie immer – weit mehr Fragen als Antworten. Wir haben ermutigende Anzeichen erkannt, aber auch mehrere Bereiche, die noch nicht da sind, wo sie sein müssen.“
„Das ist die Natur dieses Sports: Jede Schwäche ist eine Chance, die darauf wartet, erschlossen zu werden. Der W17 hat Potenzial, aber die Stoppuhr lügt nie. Melbourne wird uns den ersten echten Hinweis darauf geben, wo wir stehen; das ist zugleich faszinierend und demütigend.“
Wolff hob zudem hervor, dass es mehrere Rennen dauern werde, bis sich die wahre Hackordnung der Saison herauskristallisiert, und betonte die Bedeutung des Energiemanagements auf einer Strecke mit wenigen harten Bremszonen, um die Batterien wieder aufzuladen.
„Es wird einige Rennen dauern, bis sich die Wettbewerbssituation einpendelt. Albert Park ist eine energiemagere Strecke, daher werden Energieeinsatz und strategische Disziplin eine wesentliche Rolle spielen. Die neuen Vorschriften fügen eine weitere Komplexitätsebene hinzu und werden die Dynamik im Feld verändern, während sich die Teams anpassen.“
„Wir stehen am Anfang einer neuen Ära für den Sport – einer, die voller Chancen ist und aus einer Position der Stärke heraus entsteht. Bis hierhin wurde viel geredet, aber damit kann jetzt Schluss sein und wir können Rennen fahren. Schauen wir, wie sich das erste Bild abzeichnet.“
Wolff räumt ein, dass Ben Sulayem Mercedes im Streit um Motorregeln „unterstützt“ hat
Die Saga um das Verdichtungsverhältnis der Motoren, die die Winterpause dominierte, ist endlich zu Ende gegangen, nachdem die FIA eingegriffen hat, um die Angelegenheit zu klären. Der Dachverband entschied, dass ab dem 1. Juni die Antriebseinheiten nicht nur bei Umgebungstemperatur, sondern auch bei 130 Grad Celsius gemessen werden — dem Punkt, an dem bei Mercedes’ Motor das Verdichtungsverhältnis Berichten zufolge von 16:1 auf 18:1 ansteigt.
Gegenüber GPblog und anderen Medien in Bahrain sagte der Teamchef der Silberpfeile, er habe die Unterstützung von FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem erhalten und beharrte darauf, dass seines Erachtens die Vorschriften korrekt angewandt worden seien.