Helmut Marko hatte nach dem Eröffnungstag in Zandvoort keine Illusionen. Red Bull hatte Schwierigkeiten, mit McLaren - sogar Aston Martin - im freien Training Schritt zu halten, und laut dem Österreicher liegt das Problem hauptsächlich in den Eigenschaften der Strecke. Max Verstappen schaffte es am Freitag nicht höher als auf den fünften Platz, über sechs Zehntel hinter Lando Norris. Nicht nur war der Niederländer weit entfernt von der Spitze, sondern er musste auch Fernando Alonso und Oscar Piastri vor sich sehen.
Obwohl Verstappen auf mittleren Reifen in der ersten Sitzung den Ton angab, wurde bald klar, dass die Gleichgewichtsprobleme, die Red Bull die ganze Saison geplagt haben, wieder auftraten.
Red Bull Update hat wenig Auswirkungen
Helmut Marko sieht Parallelen zum Grand Prix Wochenende in Ungarn, betont jedoch, dass die Probleme diesmal anders sind:
''In Ungarn wären wir mit dem fünften Platz zufrieden gewesen. Dieses Problem ist gelöst, aber trotzdem...'' ''Natürlich ist es nicht unsere Art von Strecke, deshalb freuen wir uns auf Baku, Monza und Suzuka, die sind viel besser.''
Um das Paket zu verbessern, brachte Red Bull ein kleines Update an der Frontflügel, speziell für das Layout des Zandvoort Circuit. Dies bringt jedoch nicht viel Gewinn: ''Es ist marginal. Wenn alles ausbalanciert und richtig ist, dann vielleicht ein paar Hundertstel, nicht einmal ein halbes Zehntel.''
Der Österreicher erwartet nicht, dass Red Bull plötzlich die Lücke zu McLaren schließen wird. Er hofft jedoch, dass die härteren Reifenmischungen im Rennen zum Vorteil von Verstappen werden.
Die Sessions am Freitag machten deutlich, dass der RB21 besser auf mittleren und harten Reifen läuft, was am Sonntag einige strategische Möglichkeiten eröffnen könnte.