Ein Detail in den Dokumenten des Vertragserkennungsausschusses bezüglich der Unterschrift Oscar Piastri könnte mehr Licht auf den anhaltenden Rechtsstreit zwischen McLaren und Alex Palou werfen. Nach der Breaking News vom Wechsel Fernando Alonsos zu Aston Martin im frühen August 2022, hat Alpine - welches den Australier als Reservisten nach seinen aufeinanderfolgenden Titeln in der Formula Academy, F3 und F2 in seinen Reihen hatte - ihn als natürlichen Nachfolger des Spaniers für die folgende Saison schnell bekannt gegeben.
Nur wenige Stunden später jedoch behauptete der in Melbourne geborene Fahrer übers Sozial Media die News entschieden abzustreiten: „Ich habe keinen Vertrag mit Alpine unterschrieben und werde nächstes Jahr nicht für Alpine fahren.“
Die Verneinung verbreitete sich sofort über soziale Medien und das Web, mit McLaren - unterstützt durch das Urteil des Vertragserkennungsausschusses (CRB) - die den zweijährigen Vertrag des Australiers als Ersatz für Daniel Ricciardo schnell bestätigten.
Oscar Piastri nach dem Großen Preis von Singapur - Photo: Race Pictures
Laut PlanetF1 wurde Piastri's Vertrag mit McLaren am 3. Juni 2022 unterzeichnet und anschließend dem CRB gemäß Protokoll vorgelegt. Dieses spezielle Datum könnte eine Schlüsselrolle in dem jüngsten Rechtsstreit spielen, der das britische Team einerseits und Alex Palou andererseits betrifft.
Am 12. Juli 2022 gab Chip Ganassi Racing bekannt, dass der Spanier auch in der Saison 2023 beim Team bleiben würde. Genau wie Piastri widersprach er jedoch kurz darauf öffentlich dieser Aussage und verkündete: „Ich habe keine Absicht, mit CGR weiterzumachen. Ich habe kürzlich bei McLaren Racing unterschrieben.“
Der Zeitablauf der Ereignisse
Es erscheint daher offensichtlich, dass Palou, der seinen Vertrag mit McLaren mehr als einen Monat nach Piastri unterschrieben hatte, nie realistischerweise auf einen Sitz in der Formel 1 hoffen konnte - zumindest nicht für die Saison 2023.
Während alles für seinen Wechsel zu McLaren in IndyCar für 2024 vorbereitet schien - nachdem er mehrere TPC-Sessions mit Formel-1-Maschinen abgeschlossen hat und sogar sein FP1-Debüt in Abu Dhabi in 2022 gemacht hat - machte Palou die schockierende Entscheidung, in der folgenden Saison bei Chip Ganassi Racing zu bleiben.
Das war der Beginn des Rechtsstreits zwischen den beiden Parteien, bei dem McLaren dem Fahrer vorwirft, einen unterschriebenen Vertrag gebrochen zu haben, und
eine erhebliche Entschädigung fordert, die Berichten zufolge rund 21 Millionen Dollar beträgt.Palou wütend auf McLaren nach Piastri's Vertrag
Der viermalige IndyCar-Meister behauptete kürzlich, er sei von Zak Brown hinsichtlich seiner Chancen, einen Formel-1-Sitz bei McLaren zu sichern, getäuscht worden.
Palou, der zusammen mit Brown im Prozess aussagte, erklärte: „Am 22. September hatten sie ein Gespräch mit Zak, und Zak hatte ihnen gesagt, sie benötigten jemanden, der 2023 schnell sein würde, aber das würde meine Chancen, in die F1 zu kommen, nicht beeinträchtigen.“
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