Die Form von Yuki Tsunoda ist seit seiner Beförderung zu Red Bull Racing inkonsistent, glaubt sein ehemaliger Teamchef bei den Schwesterteam der Österreicher, Franz Tost. Das Problem liegt seiner Meinung nach nicht an seinem Talent oder dessen Mangel, sondern woanders. Seit dem japanischen Grand Prix hat Tsunoda Schwierigkeiten, mit dem komplizierten RB21 umzugehen, und schafft es nicht, das, was
Max Verstappen aus dem Red Bull-Antrieb holen kann, zu erreichen oder auch nur nahe zu kommen.
Tost beaufsichtigte Tsunodas Einstieg in die Formel 1 während seiner Amtszeit als Teamchef von AlphaTauri, daher kennt er das japanische Talent gut, da er Tsunoda drei Spielzeiten lang geführt hat.
Tsunoda arbeitet nicht hart genug in der F1
In Äußerungen gegenüber ServusTV erklärt der Österreicher, dass Verstappens aktueller Teamkollege tatsächlich schnell ist, was laut Tost die Ursache des Problems sein könnte.
"Der Yuki ist an sich vom Speed her sehr gut, aber vielleicht ist das auch das Problem. Er hat in den unteren Klassen immer mit sehr guten Leistungen überzeugt, sowohl in der Formel 3 als auch in der Formel 2. Das ist ihm alles so in den Schoß gefallen,” so Tost.
Der ehemalige Formel-1-Chef glaubt jedoch, dass Talent alleine nicht ausreicht, um eine lange Karriere an der Spitze des Motorsports zu unterstützen. Laut Tost fehlt Tsunoda das nötige Engagement, um bei Red Bull neben Verstappen seinen Stempel aufzudrücken.
"Ich habe ihm schon immer gesagt: Yuki, in der Formel 1 musst du arbeiten. Wenn ich fünf Zehntel bis eine Sekunde langsamer fahre als mein Teamkollege, dann bleibe ich Tag und Nacht im Fahrerlager oder studiere die Daten, bis ich weiß, warum ich langsamer bin."
"Und da muss man Yuki noch hinbringen. Er ist talentiert, aber er ist leider zu wenig eifrig, zu wenig fleißig, um dieses Manko zu kompensieren," schloss Tost.
Tsunoda
befindet sich derzeit auf Platz 19 in der Fahrerwertung, während sein Teamkollege, Verstappen, auf Platz 3 sitzt, mit fast 20-mal mehr Punkten als sein japanischer Kollege.