Ralf Schumacher ist der Meinung, dass die Worte von Ferrari-Präsident John Elkann mit Absicht gewählt wurden und dass es beim F1-Team lichterloh brennt. „Man kennt John Elkann ja so, das war überhaupt nicht flapsig, sondern da brennt es unter dem Dach."
- Ralf SchumacherJohn Elkann. Foto: RacePictures
„Die Art und Weise, wie er es gesagt hat, ganz ohne Emotionen, war schon bewusst platziert und auch sehr ernst gemeint,“ sagte der deutsche Analyst gegenüber Backstage Boxengasse als Reaktion auf die Worte des Ferrari-Präsidenten.
„Man kennt John Elkann ja so, das war überhaupt nicht flapsig, sondern da brennt es unter dem Dach. Die Erwartung ist groß und logischerweise hat er auch einige Entscheidungen getroffen, wie zum Beispiel die Verpflichtung von Lewis Hamilton, die ihn jetzt selbst intern unter Druck bringen und deshalb kommt jetzt so ein Statement.“
Schumacher rät Leclerc, einen „Plan B“ parat zu haben
Die Kritik des Ferrari-Präsidenten an Leclerc hält Schumacher für unbegründet. Er sagt, der Monegasse solle kontern und sogar einen Notfallplan bereithalten.
Schumacher führte aus: „Wenn ich Charles Leclerc wäre, dann würde ich schon mal die Frage stellen, was das denn soll? Ich finde, dass Leclerc einen Top-Job macht und das Beste aus dem Team und sich rausholt. Zudem ist er ein sympathischer Typ, der genau ins Haus Ferrari reinpasst. Familienmensch, heiratet demnächst, ich würde meinen Manager hinschicken und fragen, was das soll. Ich habe mir in so einer Situation immer einen Plan B rausgesucht mit meinem Manager und das würde ich jetzt an seiner Stelle auch tun, weil auf der Nase rumtanzen lassen würde ich mir nicht.“
Was Hamilton betrifft, glaubt Schumacher jedoch, dass die hohen Investitionen, die seine Verpflichtung Ferrari abverlangt hat, der Auslöser für Elkanns Kritik am britischen Ex-Champion sind. „Bei Lewis Hamilton ist es wohl ganz klar. Ich glaube, das ist die teuerste Personalentscheidung, die seit langem bei Ferrari getroffen wurde, die Leistung passt nicht und ich glaube das war auch eine kleine, andere Warnung an Lewis Hamilton gerichtet, weil Lewis ja auch eher den Hang dazu hatte, traurig zu sein dieses Jahr,“ erklärte er.
Schumacher: Hamilton sollte Platz für Bearman machen
Schumacher fügte hinzu, Elkann könne Hamiltons Platz im Team nicht länger rechtfertigen. Der siebenmalige Weltmeister mache zu viele Fehler und sei nicht schneller als „nur okay“.
Er stellt Hamiltons hohes Gehalt den starken Leistungen von Oliver Bearman für Haas gegenüber, und das zu einem Bruchteil der Kosten. Er suggeriert, Ferrari könne es vorziehen, in den jüngeren Fahrer für die Zukunft zu investieren.
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