Ralf Schumacher hatte ein paar Worte für Oscar Piastris Manager, Mark Webber, und zog eine Parallele zu seinen eigenen Erfahrungen bei Red Bull an der Seite von Sebastian Vettel.
„Für ihn ist es ein Déjà-vu, das er gar nicht haben will. So wie es aussieht, hat er aber nicht den nötigen Abstand und die Reife dazu, zu erkennen, was er für das Team und seinen Fahrer tun muss. Und er hat auch nicht die nötige Fairness Lando Norris gegenüber.”
- Ralf SchumacherIm Gespräch mit dem Backstage-Boxengasse-Podcast sieht der ehemalige deutsche Fahrer bei Webber dasselbe Déjà-vu wie 2010, als er am Ende die Weltmeisterschaft an seinen Teamkollegen verlor.
„Für Webber ist es ein Horrorszenario. Er hat ja selbst mal die WM auf den letzten Metern verloren, 2010 gegen seinen Teamkollegen Sebastian Vettel. Für ihn ist es ein Déjà-vu, das er gar nicht haben will. So wie es aussieht, hat er aber nicht den nötigen Abstand und die Reife dazu, zu erkennen, was er für das Team und seinen Fahrer tun muss. Und er hat auch nicht die nötige Fairness Lando Norris gegenüber.“
Laut Schumacher sollte Webber sich stärker äußern und Stellung beziehen, insbesondere in einer Phase, in der bei
McLaren viel über angebliche Bevorzugung von Lando Norris gesprochen wird.
Ralf Schumacher im F1-Fahrerlager - Fotoquelle: RacePictures
„Im Team war immer eine Stärke da, und Lando hat viel ertragen müssen. Im Moment läuft es ein bisschen anders herum, das gefällt einem Piastri-Manager natürlich nicht. Spätestens da, wo es unsportlich wird, mit Pfiffen, Buhrufen oder Gerüchten über Bevorzugung, muss man als Manager und Team dagegenhalten.”
Zum Schluss zog der Deutsche eine Parallele zu Willi Weber, dem ehemaligen Manager seines Bruders: „Ein Manager muss dann auch aktiv auftreten und sagen: ‘Pass auf Leute, das Problem liegt nicht am Team. Das Auto liegt Lando im Moment besser, Oscar braucht etwas Zeit. Beide werden gleich unterstützt.’ Aber Webber ist lieber am Telefon und winkt ab, das ist schade.“
F1-Legende bezeichnet Piastris Brasilien-GP als „einfach nicht ausreichend“
Giancarlo Minardi hielt sich nicht zurück und kritisierte ein weiteres schwieriges Wochenende für Piastri in Brasilien. Nachdem er die Führung in der Meisterschaft in Mexiko verloren hatte, fiel der Australier nach dem Sprint-Unfall und Ausfall sowie einem fünften Platz im Grand Prix weiter hinter seinen Teamkollegen zurück.
Norris hat nun mit drei verbleibenden Runden fast ein ganzes Rennens Polster, während Max Verstappen Piastri im Kampf um Platz zwei weiter näherkommt, auch wenn seine Titelhoffnungen inzwischen so gut wie dahin sind.
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