Ralf Schumacher kommentierte den schwierigen Saisonstart von Lewis Hamilton bei Ferrari und stimmte der Ansicht von Teamchef Frederic Vasseur zu, dass der siebenmalige Weltmeister oft überkritisch und hart in seinem Urteil ist. Der erste Teil der Saison war für Lewis Hamilton nicht freundlich, der sicherlich einen stärkeren Start in sein Ferrari-Abenteuer erwartet hatte. Nach den ersten vierzehn Rennen hat er nur 109 Punkte erzielt und, abgesehen von seinem Sprint-Sieg in China, noch nicht das Podium erreicht.
Hinzu kommen Aussagen, die Hamilton im Laufe des Jahres gemacht hat, insbesondere während des letzten Grand Prix in Ungarn, die Frederic Vasseur nicht gut aufnahm. Der Teamchef
beschrieb den siebenmaligen Weltmeister als überkritisch und manchmal übermäßig hart in seinen Urteilen.Der Franzose fügte hinzu, dass er die Anpassungszeit unterschätzt hatte, die Hamilton benötigen würde, wenn er von einem radikal anderen Team wie Mercedes zu einem wie Ferrari wechselt, mit einer völlig anderen Philosophie und Kultur.
'Man hätte vorhersagen können, dass es Zeit braucht'
Ralf Schumacher kommentierte speziell die Situation des Engländers im Podcast Backstage Boxengasse von Sky Sports:
''Allerdings hat man natürlich auch die Hoffnung gehabt, wahrscheinlich hat Ferrari gesagt, “ja, das ist ein siebenfacher Weltmeister, das ist ja nicht umsonst.” Klar, so ist es auch, aber man hat vergessen, dass wir gar nicht mehr testen.”
''Ich hätte es mir anders gewünscht, weil natürlich Lewis Hamilton in einem Ferrari erfolgreich wäre ja nochmal einen drauf für die Formel 1 und vor allem weltweit gesehen, gerade in Amerika der Markt.”
Der ehemalige deutsche Fahrer stimmt auch der Perspektive des französischen Teamchefs zu: ''Ich finde nur, und das was Fred Vasseur gesagt hat, ich finde er geht damit falsch um. Also wenn man so damit umgeht, wie er, hatten wir ja einmal am Anfang des Jahres, er ging ja schon mal falsch damit um, dann kamen ja die Gerüchte, “hört er vielleicht auf?” Dann hat er gesagt, “also ich höre hier gar nicht auf, sondern es geht jetzt richtig los.”
“Ja und drei Rennen später sitzt er dann wieder da oder steht da und ich muss ganz ehrlich sagen, also mir als Chef wäre das auch zu viel.”