Williams Teamchef James Vowles hat über die Arbeit an der Seite von Michael Schumacher gesprochen und erklärt, was den siebenfachen Weltmeister zu einem außergewöhnlichen Führer gemacht hat. 'Schumacher war ein wahrer Anführer'
“Er war ein Anführer, der definitiv sagen würde, ich gehe in diese Richtung. Das Team würde ihm dorthin folgen,” erzählte Vowles im High Performance Podcast über seine Zeit mit der Rennlegende bei Mercedes.
"So sehr, dass beide Seiten der Garage wollten, dass es ihm gut geht."
Während ihrer gemeinsamen Zeit im deutschen Team, während Schumachers Comeback in den Sport von 2010 bis 2013, hat Vowles nur eine bedauern:"Wir konnten keinen Sieg für ihn holen. Das schmerzt mich noch heute. Er hätte einen Sieg verdient."
'Schumacher kümmerte sich einfach und aufrichtig um jedes Teammitglied'
Auf die Frage, wie Schumacher die Menschen auf seine Reise mitgenommen hat, sagte Vowles, es liege an der echten menschlichen Verbindung.
“Zuerst und vor allem hatte er ein echtes Interesse an dir und deinem Leben," fügte Vowles hinzu.
"Ich bin mit ihm Motorrad gefahren oder auf der Strecke mit ihm in Paul Ricard gewesen, und wir hatten die Zeit unseres Lebens. Wir haben beide noch viele Jahre danach darüber gelacht.”
Vowles erinnerte sich an einen besonders rührenden Moment: “Er kannte damals den Geburtstag meiner Partnerin, Blumen kamen zu Hause an, und es war mir peinlich, weil ich nicht so viel getan habe.''
"Er würde ein echtes Interesse an dir zeigen, wer deine Familie ist, was dich antreibt, jede einzelne Person im Team.”
Die Arbeitsweise von Michael, laut Vowles
Entscheidend betonte Vowles, dass Schumachers Fürsorge authentisch war: “Es ist nicht so, dass er es macht, weil er einen Vorteil gewinnen will. Er macht es, weil er sich wirklich kümmert.''
"Das ist Michael. Der Michael, den man in der Öffentlichkeit sieht, ist ein ganz anderer Michael als hinter den Kulissen.”
"Er würde jeden auf die Reise mitnehmen und alle auf der Reise führen. Er würde alles aus sich herausholen, er würde sich für jede Millisekunde, die er hatte, anstrengen.''
"Er würde so lange arbeiten, wie er musste, jede Stunde, die er brauchte. So hat er gearbeitet," schloss Vowles ab.