Mit Blick auf 2026 könnte Mercedes die Chance haben, Ferrari als Motor mit den meisten Siegen zu überholen. Die meisten Siege in der F1-Geschichte wurden mit Ferrari-Motoren erzielt. Der italienische Hersteller befeuerte sich selbst und Toro Rosso beim Großen Preis von Italien 2008 und kommt insgesamt auf 249 Grand-Prix-Siege.
Mercedes liegt knapp dahinter als zweiterfolgreichste Antriebseinheit und trieb neben dem Werksteam auch Teams wie McLaren, Brawn GP und Racing Point an. Der deutsche Hersteller steht aktuell bei 238 Grand-Prix-Siegen, nur 11 Rennsiege hinter Ferrari.
Michael Schumacher gewann 2004 den Titel mit einem F1-Auto von Costa - Foto: RacePictures
Michael Schumacher und Lewis Hamilton sind dabei zwei Schlüsselfiguren, die eine grundlegende Rolle bei diesen Erfolgen spielen: Schumacher errang 72 Grand-Prix-Siege mit Ferrari, und Hamilton holte alle seine 104 Grand-Prix-Siege mit einer Mercedes-Antriebseinheit, darunter 21 Siege mit McLaren Mercedes und weitere 84 Siege mit dem Mercedes-Werksteam.
Bei Ferrari trugen weitere prominente Champions maßgeblich zur Siegstatistik bei, insbesondere: Niki Lauda – mit 15 Siegen, Sebastian Vettel – mit 14 Siegen, Alberto Ascari – mit 13 Siegen, Fernando Alonso und Felipe Massa mit jeweils 11 Siegen sowie Kimi Räikkönen mit 10 Siegen.
In jüngerer Vergangenheit jedoch, trotz eindrucksvoller Fahrerpaarungen wie Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen von 2015–2018 sowie Fernando Alonso mit Felipe Massa von 2010–2013, gelang es der Scuderia nicht, einen Weltmeister zu stellen – zuletzt war dies Kimi Räikkönen im Jahr 2007, als der Finne die Meisterschaft mit nur einem Punkt Vorsprung gewann.
Lewis Hamilton im Brasilien-GP 2008 - Foto: Race Pictures
Mercedes wiederum hat 238 Siege mit seiner Antriebseinheit erzielt. Besonders beigetragen hat dazu McLaren, das während mehrerer Phasen mit Mercedes-Motoren 96 Siege einfuhr.
Das Mercedes-Werksteam selbst hat in seiner Geschichte 131 Grand-Prix-Siege geholt, mit bedeutenden Beiträgen von Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Juan Manuel Fangio, Jenson Button und Mika Häkkinen.
2026 benötigt Mercedes 12 Siege, um Ferrari als erfolgreichste Antriebseinheit in Bezug auf Grand-Prix-Siege zu übertreffen. Der deutsche Hersteller liefert derzeit auch McLaren die Power Units, wobei das Team aus Woking in den vergangenen zwei Saisons die Konstrukteursweltmeisterschaft gewonnen hat.
Da zwei Mercedes-befeuerte Teams an der Spitze des Feldes vermutet werden, ist es wahrscheinlich, dass der deutsche Hersteller Ferrari überflügeln wird – es sei denn, das italienische Team hat
in diesem Jahr siegfähiges Material gebaut. In der vergangenen Saison gelang ihnen das jedoch nicht ganz; ihr letzter Sieg datiert auf den Großen Preis von Mexiko 2024.