McLaren-Teamchef Andrea Stella hat eingeräumt, dass die Entwicklung für 2025 früher als erwartet ins Stocken geraten ist – eine Entscheidung, die Max Verstappens späten Saisonangriff ermöglichte und Red Bulls Titelhoffnungen neu entfachte. "Ihr habt gesehen, wie viele Autos sie tatsächlich zu entwickeln versucht haben, und manchmal ging es in die entgegengesetzte Richtung."
- Andrea Stella.Auf die Frage, ob er im Rückblick, in dem Wissen, dass Red Bull und
Max Verstappen McLaren im Kampf um den Fahrertitel wieder einholen würden, nicht gezögert hätte, den Entwicklungsfokus des Teams auf 2026 zu verlagern, argumentierte Stella, dass die Jagd nach Rundenzeit mit dem MCL39 stagniert habe.
Er sagte: „Überhaupt nicht, denn es ist nicht so, dass ich, wenn ich drei Wochen länger am 2025er [Auto] arbeite, eine Zehntel Rundenzeit finde. Wir waren einfach auf einem Plateau.“
„Um die Upgrades zu produzieren, die wir zur Saisonmitte gebracht haben, war es tatsächlich ein enormer Kraftakt. Wir fragten uns: Sollen wir das überhaupt fertigstellen? Denn wir hatten Mühe, etwas zu verbessern, das bereits ein ziemlich ausgereiftes Projekt war.“
Stella verwies dann auf all die „verschiedenen Autos“, die in dem Versuch, mehr Rundenzeit zu finden, am Ende tatsächlich welche verloren, nachdem ihre Updates nicht die erwarteten Ergebnisse brachten. Für Red Bull sei der Prozess einfacher gewesen, da sie konkrete Probleme am Auto zu beheben hatten.
Foto: Red Bull Content Pool
Er fuhr fort: „Ihr habt gesehen, wie viele Autos sie tatsächlich zu entwickeln versucht haben, und manchmal ging es in die entgegengesetzte Richtung."
„Das liegt daran, dass es sehr komplex ist. Aerodynamik – vielleicht können wir eines Tages über die spezifischen technischen Aspekte und die Schwierigkeiten der Entwicklung sprechen.“
„Ich denke, es ist viel einfacher zu entwickeln, wenn man einige spezifische Probleme hat. Und ich denke zum Beispiel, dass Red Bull zeitweise davon sprach, Schwierigkeiten zu haben, das Auto mit dem Frontflügel neu auszubalancieren, wenn sie große Heckflügel verwendeten.“
„Dann ist es leichter, Rundenzeit zu finden, weil man tatsächlich etwas repariert, anstatt zu versuchen, etwas zu verbessern, das bereits gut funktioniert“, schloss Stella.
Marko beharrt auf Verstappens Schlüsselrolle bei Red Bulls Comeback
Chefberater Helmut Marko schreibt Red Bulls Wiedererstarken Verstappens gestiegener Einflussnahme zu. Das Team habe das Einsatzfenster des RB21 erweitert, indem es auf Verstappens Feedback hörte, statt sich primär auf Simulationen und CFD-Daten zu verlassen.
Marko sagt, Verstappen habe nun eine bedeutende Stimme in den technischen Diskussionen, und dass die Ingenieure ihm aufmerksamer zuhören, sei der Schlüssel zur Wiederbelebung des Teams gewesen.
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