Zak Brown konnte es nicht lassen, gegen den ehemaligen Red-Bull-CEO und Teamchef Christian Horner auszuteilen. „Red Bull ist ein unglaubliches Team, aber man konnte sehen, wo der Stress im System lag und die Leistung begann nachzulassen“
- Zak BrownDie beiden haben über die Jahre hinweg besonders abseits der Strecke, vor allem vor den Mikrofonen, immer wieder für reichlich Zündstoff gesorgt. Am Ende trat Horner zurück und machte den Weg frei für Laurent Mekies, der von den Racing Bulls befördert wurde, um bei dem in Milton Keynes ansässigen Team die Rolle des CEO und Teamchefs zu übernehmen.
Bei einem Auftritt im Axios House wurde der
McLaren-CEO gefragt, ob er Horner vermissen werde — worauf er mit einem augenzwinkernden, aber deutlichen „Wer?“ antwortete.
Brown fand zudem lobende Worte für Mekies, der dem Team in nur wenigen Monaten neues Leben eingehaucht hat und es mit Max Verstappen an den Rand eines Titel-Comebacks führte — eine Meisterschaft, die letztlich in Abu Dhabi um nur zwei Punkte verloren ging.
Andrea Stella und Zak Brown. Foto: Race Pictures.
„Laurent hat einen sehr guten Job gemacht. Kultur ist im Sport, in der Wirtschaft und im Leben so wichtig, und ich denke, das war unsere größte Stärke. Ich bin besessen von unseren Leuten und ich bin besessen von unserer Kultur — damit verbringe ich meine ganze Zeit, meine ganze Zeit.“
„Und wenn es nicht gut läuft — Red Bull ist ein unglaubliches Team — aber man konnte sehen, wo der Stress im System lag und die Leistung begann zu sinken. Laurent ist gekommen, ich halte ihn für einen sehr guten Anführer, und die Leistung sprang sofort wieder nach oben. Daher glaube ich, dass Kultur in jedem Unternehmen der entscheidende Faktor ist.“
Brown beharrt darauf, dass das Beste erst noch kommt, während McLaren einen starken Start 2026 anpeilt
McLaren kommt aus einer unvergesslichen Saison 2025, in der das Team mit reichlich Vorsprung den Konstrukteurs-Titel zum zweiten Mal in Folge sicherte und zudem die Fahrerkrone mit Lando Norris in einem dramatischen Finale in Abu Dhabi holte.
Das Team aus Woking steht nun vor einem großen regulatorischen Neustart, der die Kräfteverhältnisse neu ordnen dürfte. McLaren und Red Bull waren in der Ground-Effect-Ära die beiden Teams, die diese am besten gemeistert haben.