Der Große Preis der Niederlande wird noch zweimal auf dem Circuit Zandvoort stattfinden. Nach 2026 wird die Spitze des Motorsports endgültig Abschied nehmen vom Heimrennen des Max Verstappen. Überrascht das die F1-Analysten? Nicht, wenn es nach Ralf Schumacher geht, zumindest. "Ja, es ist schade, aber auch so ein bisschen der Lauf der Dinge. Wenn man ganz ehrlich ist, Max Verstappen, im letzten Jahr, finde ich, ist schon aufgefallen, dass es ein bisschen ruhiger ist, weil die Fans, A, das gewohnt sind, weil Max Verstappen jetzt in diesem Jahr nicht so gewinnt," urteilt der deutsche Analyst in der Backstage Boxengasse.
Die zugrunde liegende Ursache ist laut Schumacher klar:
"Das macht sich natürlich auch mit Einnahmen nochmal- oder in sponsorigen Einnahmen bemerkbar." Die Sorgen um die Rentabilität des Grand Prix in Zandvoort führten dazu, dass die Organisation beschloss,
sich nach 2026 von der Formel 1 zu verabschieden.'Netflix und Amerika machen die Formel 1 beliebt'
Schumacher fand passende Worte für diejenigen, die diese Entscheidung kritisieren könnten. "Und man darf eins nicht vergessen, vor der eigenen Tür kehren. Wenn ich heute mein Fahrrad verkaufe und da kommt einer um die Ecke, der ist mir super sympathisch, der bietet mir 200. Und dann kommt ein anderer, der sagt aber ne ich nehm das, ich geb 400, dann weißt du wo deine Entscheidung ist. Und das ist halt einfach nur mal die Formel 1. Das ist die Formel 1," sagte er etwas frustriert.
Dann stellte er fest: "Und wenn ein anderer eben mehr zahlt und neue Märkte erschließt, neue Sponsoren erschließt, dann ist das eben so. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die Formel 1 nicht mehr den Europäern alleine gehört. Und das ist auch der Grund, warum sie so erfolgreich oder noch erfolgreicher als je zuvor war."
"Netflix, Amerika, hätte ja keiner darüber nachgedacht vor 10 Jahren, 15 Jahren, dass das so explodieren kann. Vor 10 Jahren noch nicht, fairerweise. Und ja, das ist halt die Downside. Aber du weißt selber, ich meine, die Wirtschaft und die Zyklen, das ist ja wiederkehrend. Es ist ja nicht gesagt, dass dann Europa in 10 Jahren von heute wieder stärker wird. Muss man mal abwarten," schlussfolgerte Schumacher.