Als Red Bull zum ersten Mal mit Ford zusammenarbeitete, wurde das Geschäft eher als kommerzielle Zusammenarbeit und nicht als technische gesehen. Aber laut Mark Rushbrook, dem Motorsportchef von Ford, könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein.
Laut dem Amerikaner ist Ford nun sowohl in den elektrischen als auch in den Verbrennungssektor des Red Bull-Motorenprojekts für 2026 fest verankert.
Tatsächlich gab Rushbrook in einer Aussage gegenüber Motorsport Aktuell zu, dass nach zweieinhalb Jahren das Ausmaß der Beteiligung erheblich gewachsen ist, bis zu dem Punkt, an dem sein Unternehmen "fast am gesamten Auto - und auch auf der Betriebsseite" arbeitet.
Max Verstappen in Zandvoort - Red Bull Contentpool
Ford hat gelernt, dass sie 'nicht so gut waren' bei ihrem letzten F1-Einsatz
Rushbrook machte deutlich, dass die Rückkehr von Ford zur Formel 1 weitaus aktiver ist als ihr letzter Einsatz, als das Unternehmen zwischen 2000 und 2004 Jaguar als Werksteam betrieben hat.
"Als wir mit Jaguar das letzte Mal ein Werksteam hatten, mussten wir lernen, dass wir das nicht so gut konnten. Dazu haben wir, egal wo auf der Welt, kein volles Herstellerprogramm," gestand er ein und hob den Kontrast zur aktuellen Partnerschaft hervor.
'Red Bull realisierte, dass ihnen die notwendigen Ressourcen fehlten'
Auch der Zeitpunkt der Red Bull-Abmachung war von entscheidender Bedeutung. Der ehemalige Teamchef hatte den Weg für die Österreicher beschrieben, Motorenhersteller in der F1 zu werden, und nachdem sie einen Deal mit Porsche abgelehnt hatten, wurde die Verbindung mit der amerikanischen Marke hergestellt.
„Wir hatten ziemlich Glück bei unserem Timing, was Red Bull anbetraf. Sie hatten gerade (2023, Anm.d.Red.) entschieden, für 2026 einen eigenen Antriebsstrang zu entwickeln“, erklärte Rushbrook.
"Das war noch ein sehr frühes Stadium, aber schon da haben sie gemerkt, dass die Ressourcen selbst für ein großes Formel-1-Team begrenzt sind. Zumal man in Milton Keynes noch nie zuvor einen eigenen Motor entwickelt hatte."