In den sieben Jahren unter der Präsidentschaft von John Elkann hat Ferrari in puncto Ergebnisse gewiss nicht geglänzt. Nachdem er im Oktober 2018 nach dem tragischen Tod von Sergio Marchionne nur wenige Monate zuvor dessen Nachfolge angetreten hatte, blieb die Partnerschaft zwischen Ferrari und Elkann—der zudem Spitzenpositionen bei Exor, Stellantis und Juventus innehat—bislang hinter den Erwartungen zurück. Die bisherigen Leistungen entsprechen nicht den Maßstäben des erfolgreichsten und prestigeträchtigsten Teams der Formel 1.
In acht Saisons an der Spitze des Teams brachte Ferrari lediglich 15 Siege in 160 Rennen zustande, ohne einen einzigen Titel zu gewinnen, und verzeichnete ganze drei Saisons ohne einen einzigen Sieg.
Hinzu kommt die lange Liste an Teamchefs und Fahrern, die in den vergangenen Jahren kamen und gingen. Weder Maurizio Arrivabene, Mattia Binotto noch der aktuelle
Frederic Vasseur ist es bislang gelungen, die Scuderia aus Maranello wieder an die Weltspitze zu führen.
Ferrari-Präsident John Elkann - Foto: Race Pictures
Die Zahl der Fahrer, die in den vergangenen acht Jahren durch das Team rotierten, beläuft sich auf fünf—sechs, wenn man Oliver Bearmans einmaligen Einsatz in Dschidda 2024 mitzählt—darunter Kimi Räikkönen, Sebastian Vettel,
Charles Leclerc, Carlos Sainz und
Lewis Hamilton. Keiner von ihnen konnte einen Titel gewinnen oder bis zum Saisonende real um den Titel kämpfen.
Buttons deutliche Reaktion auf Elkanns Kritik
Am Tag nach dem Grand-Prix-Wochenende in Brasilien, bei dem Ferrari den zweiten Doppelausfall der Saison hinnehmen musste, richtete Präsident Elkann scharfe Worte an das aktuelle Fahrerduo und
forderte sie auf, „mehr aufs Fahren zu fokussieren und weniger zu reden.“Die Aussagen sorgten sowohl bei Fans als auch in der Branche für Aufsehen. Der Weltmeister von 2009, Jenson Button, meldete sich unter einem Beitrag zu Wort, der Elkann und dessen jüngste Kommentare thematisierte.
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