Ferrari Teamchef Frederic Vasseur erklärt, warum das Team sich dazu entschied, Lewis Hamilton nicht zu opfern, indem es Charles Leclerc auf der letzten Q3-Runde in Monza einen Windschatten gab. Ferraris Entscheidung, Hamilton - angesichts seiner Grid-Strafe - nicht als Windschatten für Charles Leclerc zu nutzen und wertvolle Hundertstel in dem Kampf um die Pole-Position in Monza zu gewinnen, sorgt für Diskussionen.
Der Monegasse verpasste die Pole-Position um 215 Tausendstel und beendete das Qualifying auf dem vierten Platz, während sich Hamilton mit dem fünften Platz zufrieden geben musste, der heute nach Ableistung seiner Fünf-Platz-Strafe auf den zehnten Platz fallen wird.
Ferrari hat gezeigt, dass es an seinem Heim-Wochenende wettbewerbsfähig sein kann, aber nicht genug, um im Kampf um die Pole gegen McLaren anzutreten, verstärkt durch die meisterhafte Runde von Max Verstappen, die ihm den ersten Platz im heutigen Grid sicherte.
Vasseur erklärt Entscheidung, Leclerc keinen Windschatten zu geben
Auf die Frage, warum Ferrari sich für zwei einzelne Runden entschied, anstatt Hamilton um einen Windschatten zu bitten, sagte Vasseur zu F1TV: "Mit dieser Geschichte von maximaler Rundenzeit, wenn du es tust, musst du einen Wagen opfern."
Laut dem Franzosen steht die Aufrechterhaltung von Ruhe und Harmonie im Team und dem Fahrerduo an erster Stelle, wobei er anmerkt, dass die Strategie sowieso möglicherweise nicht funktioniert hätte.
"Es ist wichtig für das Team und die Fahrer, in einer positiven Stimmung zu sein. Es könnte funktionieren, aber es könnte auch überhaupt nicht funktionieren."
Er fügte schließlich hinzu: "Sogar für Charles, du konzentrierst dich viel mehr auf den Windschatten, den Abstand zum Auto vor dir, als auf die Reifenvorbereitung. Die Reifenvorbereitung ist heute so wichtig, dass wir uns entschieden haben, uns auf unser eigenes Rennen zu konzentrieren."
"Das habe ich nie gemacht"
Gegenüber
GPblog äußerte der siebenfache Weltmeister am Ende des Qualifyings:
''Das ist nichts, was ich jemals in einem meiner anderen Teams getan habe.''''Letztendlich könntest du möglicherweise einen der Fahrer opfern. Und ich habe bereits eine Fünf-Platz-Strafe, also musste ich punktetechnisch so hoch wie möglich sein.''