Jacques Villeneuve hat eine ausgewogene und diplomatische Einschätzung dazu abgegeben, wen er als den Rookie der Saison in der Formel 1 betrachtet. „Das ist schwierig, weil es sich während der Saison geändert hat.“
- Jacques VilleneuveDer 54-Jährige gab in seiner Bewertung zu, dass sich seine Sicht auf mehrere junge Fahrer im Verlauf entwickelt habe. Villeneuve legte sich schließlich auf das Trio
Gabriel Bortoleto,
Isack Hadjar und
Oliver Bearman fest.
„Das ist schwierig, weil es sich während der Saison geändert hat. Es gab einen Moment, in dem ich dachte, okay, es ist Bortoleto, dann Hadjar, dann Bearman, und es wechselte ständig zwischen diesen drei, weil sie die drei sind, die nicht in einem Topteam fahren,“ begann Villeneuve im High-Performance-Podcast.
Kimi Antonelli in Mexiko – Foto: Race Pictures
Seine Entscheidung, Kimi Antonelli nicht einzubeziehen, begründete der Kanadier so:
„Antonelli fährt für Mercedes, daher kann man ihn nicht mit den anderen drei Fahrern vergleichen. Man kann ihn nur mit seinem Teamkollegen vergleichen.“
Bei der Analyse seiner Wahl für Bortoleto verwies der Weltmeister von 1997 auf dessen beeindruckende Entwicklungskurve in seiner Rookie-Saison:
„Bortoleto hat zur Saisonmitte ein wenig langsam begonnen, hat von [Nico] Hülkenberg gelernt und ist stetig besser geworden. In den letzten paar Rennen hat er dann ein paar Fehler gemacht und ist gecrasht, aber er zeigt sehr viel Potenzial und wirkt sehr seriös,“ sagte er.
Gabriel Bortoleto in Las Vegas - Photo: Race Pictures
Villeneuve bezeichnete Hadjar zudem als Hit oder Miss und hob hervor, wie brillant seine Leistung sein kann und wie er an manchen Tagen etwas unter dem Soll bleibt:
„Hadjar war Hit oder Miss. Er hatte ein paar verrückte – sehr Red-Bull-typische – sehr aggressive Rennen, wow, wo kam das her? Und dann andere Rennen, in denen er hinter [Liam] Lawson lag.“
Im Fokus Bearman lobte Villeneuve den britischen Fahrer für seine beeindruckenden Ergebnisse trotz eines langsamen Starts in die Saison:
Oliver Bearman in Qatar - Photo: Race Pictures
„Bearman ist gut gestartet. Er hatte ein kleines Tief, wurde dann aber plötzlich wieder super beeindruckend, weil er neben einem sehr erfahrenen Teamkollegen fuhr und wirklich großartige Ergebnisse holte.“
Den Haas-Piloten weiter lobend, fügte er hinzu:
„Er hat gutes Racecraft und räumliches Bewusstsein. Er kann ein Rennen ziemlich gut lesen, was man nicht bei jedem Fahrer sieht. Man erkennt es an seinen Manövern, wenn er zum Überholen ansetzt. Er hat wirklich gutes Racecraft. Daher wüsste ich nicht, wie ich mich zwischen diesen dreien entscheiden sollte.”
Verstappen zum ‚Vater der Rookies‘ gekürt
Der Italiener betonte gemeinsam mit Bortoleto, wie der vierfache Weltmeister im Verlauf der Saison oft seine Hilfe anbot.
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