Der ehemalige Formel-1-Teamchef Guenther Steiner hat das Ground-Effect-Risiko als Hauptgrund für McLarens Disqualifikation in Las Vegas ausgemacht.
„Mit diesen Autos muss man ans Limit gehen, um Leistung aus ihnen herauszuholen.“
- Guenther SteinerDer frühere Haas-F1-Teamchef erklärte in seiner Analyse im Drive to Wynn-Podcast, was zur Disqualifikation von
McLaren führte. Er stellte fest, dass das papayafarbene Team seine Autos auf der Jagd nach Performance bis ans Maximum trieb, was letztlich zu übermäßigem Plankenverschleiß führte.
„Ich denke, was schiefgelaufen ist: Mit diesen Autos muss man ans Limit gehen, um Leistung aus ihnen herauszuholen. Jeder wusste, dass McLaren hier im letzten Jahr nicht so performt hat, wie sie wollten, und sie sagten: ‚Wir haben herausgefunden, was falsch war.‘“ so Steiner.
„Aber vielleicht ein bisschen zu sehr – sie dachten, sie hätten es gefunden, und lagen daneben. Das kann passieren; das ist dieses Jahr mit diesen Ground-Effect-Autos ein paar Mal passiert. Je tiefer du fährst, desto schneller bist du und desto mehr Abtrieb hast du, aber du setzt dich dem Risiko aus, disqualifiziert zu werden, weil du die Planke abfährst,“ fügte er hinzu.
Lando Norris beim Großen Preis von Las Vegas - Foto: Race Pictures
Steiner verwies zudem auf die nassen Bedingungen während des freien Trainings und des Qualifyings als möglichen Faktor für McLarens Fehleinschätzung der Fahrzeughöhe.
„Es ist sehr schwierig zu managen, und hier war eines der Probleme auch, dass es im freien Training geregnet hat. Man bekommt keine echten Daten, weil man nicht mit denselben Geschwindigkeiten fährt wie im Trockenen, also sieht man die Autos nicht wirklich,“ schloss er.
Beim Großen Preis von Las Vegas verwandelte sich McLarens Doppel-Punkteresultat rasch in einen zum Vergessen, nachdem sowohl Lando Norris als auch
Oscar Piastri wegen eines Verstoßes gegen die Plankenabnutzung aus dem Rennen disqualifiziert wurden.
Norris trotz Disqualifikation in Vegas weiter auf Titel fokussiert
Norris hat enthüllt, dass sein Fokus nach dem Disqualifikationsschlag für seine Titelhoffnungen beim Großen Preis von Las Vegas unverändert bleibt.
Der McLaren-Pilot, der die Wertung weiterhin mit 24 Punkten Vorsprung anführt, erklärte, er sei entschlossen, in den letzten beiden Runden der Saison die bestmöglichen Leistungen abzurufen.
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